17
Ein Fest des Vereins ehemaliger Goethe-Gymnasiasten und eine Sammlung gewährten uns die Mittel, die Heizung einer vollständigen Umarbeitung zu unterziehen. Die alten Oefen wurden durch Kachel- öfen ersetzt, deren größter, im Aufenthaltsraum, zugleich durch Luftheizung drei obere Räume erwärmt.
Der gegenwärtige Densionspreis beträgt 3 Mk.; er brauchte nicht erhöht zu werden, dank den Beiträgen, die der Verein„Schülerheim“, bestehend aus den Eltern früherer und jetziger Schüler, zur Verfügung stellt.
Ihnen und anderen Spendern sind wir von Herzen dankbar.
In den Oster-, Sommer-, Pfingst- und ferbstferien war das Heim im Durchschnitt mit 25— 30 Schülern belegt, außerdem waren an Sonnabenden und Sonntagen, ebenso wie an Wandertagen öfters Klassen und einzelne Schüler oben. Die schönen Schneetage der Zeit vor Weihnachten brachten einen starken Besuch der Schneeschuhläufer. In den Weihnachtsferien waren 12 Schüler auf dem Heim.
Der Vorstand ist der alte geblieben. Er besteht aus folgenden Mitgliedern:
Frau Arthur Forchheimer, Frau Paul Hirsch, Herrn Janthur, Herrn A. Ladenburg, Frau Emil Lessing, Herrn Kirchenrat Lueken, Frau Justizrat Mankiewicz, Frau Geheimrat Oswalt. Herrn von Passavant, Herrn Magistratsrechtsrat Dr. Reinert, Frau Professor Salomon, Herrn Studienrat Steinmeyer, Herrn Studienrat a. D. Dr. Münnenberg und dem Direktor.
6. Frühstücksspeisung.(Studienrat Dr. Pfeffer).
Die Teilnehmerzahl blieb ziemlich gleichmäßsig, es waren meistens 30 Schüler. Das Frühstück
wurde in der Pause nach der 3. Stunde, zuletzt in der Pause nach der 2. Stunde ausgegeben. 7. Schulärztliche Beaufsichtigung.
Die schulärztliche Beaufsichtigung der Anstalt übernahm während des Berichtsjahres Herr Dr. Lehmann. Herr Dr. Lehmann hat die vorgeschriebenen Untersuchungen abgehalten sowie die nötigen Gutachten bei Befreiungen vom Unterricht erstattet. Wir haben ihm außerdem dafür zu danken, dafßs er den Abiturienten in einer besonderen Stunde sexual-hygienische Belehrungen gab. Er hielt für die Schule zwei wöchentliche Sprechstunden in der Jugendberatungsstelle(Neue Mainzer Straße 21) ab.
Der Schulzahnarzt, Herr Dr. Strauß, untersuchte im Mai und im August unsere Schüler.
L) Schulgeld und Schulgeldbefreiung, Einrichtungen zum Besten minderbemittelter Schüler. 1. Das Schulgeld beträgt jährlich 120 Mark für Einheimische und 150 Mark für Auswärtige.
Eine ganze Freistelle wurde 27 Schülern verliehen und eine halbe 4 Schülern. Außerdem wurde 4 Schülern eine Erziehungsbeihilfe gewährt.
2. Hilfsbüchereien.
Aus den von der Stadt für bedürftige Schüler zur Verfügung gestellten Mitteln konnten Schul- bücher der verschiedensten Gebiete angeschafft werden. Sie sind mit dem Stempel des Goethe-Gymnasiums versehen und katalogisiert.
Auch Schenkungen alter Bücher gingen ein. Sie sind mit dem Stempel„Schulbüchersammlung des Goethe-Gymnasiums Frankfurt a. M.“ gekennzeichnet.
3. Dispositionsfonds des Direktors.
Seit etwa 20 Jahren besteht am Goethe-Gymnasiums ein Dispositionsfonds des Direk- tors, der aus freiwilligen Beiträgen von Eltern mehrbemittelter Schüler, insbesondere der Abiturienten, erwachsen war. Auch dieser Fonds ist der Inflation zum Opfer gefallen. Er hatte es dem Direktor er- möglicht, minderbemittelte Schüler bei den verschiedensten Gelegenheiten, besonders bei dem Besuch des Schülerheims zu unterstützen. Der Direktor würde sehr dankbar sein, wenn freundliche Spenden es ihm möglich machten, einen solchen Fonds neu zu begründen.
M) Berufsberatung.
Die von dem Städtischen Berufsamt für die abgehenden Schüler übersandten Personalkarten wur- den in dem Maße, wie die Eltern es wünschten, ausgefüllt und die Schüler darauf hingewiesen, wann sie sich bei dieser Stelle Rat holen können.


