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In seinen äußeren Formen schließt sich der Erweiterungsbau dem Hauptbau im Wesentlichen an. Die Zwischendecken, als armierte Betondecken ausgeführt, erhielten Linoleum als Fußbodenbelag mit einer Unterlage von Preßkork. Die Beleuchtung ist elektrisch.
Der Bau besteht aus Keller- und Erdgeschoß, 2 Obergeschossen und einem ausgebauten Dachgeschoß. Jedes Geschoß enthält, wie aus den im Abdruck beigefügten Grundrissen ersichtlich ist, drei Räume und zwar im Erdgeschoß den nach Süden gelegenen Lehrsaal für beschreibende Naturkunde, der durch einen Balkon nebst Treppe unmittelbar mit dem botanischen Garten in Verbindung steht; außerdem ein Sammlungszimmer von der Größe des Lehrsaales und ein Vorbereitungszimmer, das zugleich als Lehrerzimmer dient.
Das I. Obergeschoß enthält den gleichfalls nach Süden gelegenen Lehrsaal für Physik mit Balkon zum Aufstellen des Heliostaten, Sammlungs- und Vorbereitungszimmer wie das Erdgeschoß.
Im II. Obergeschoß befindet sich, nach Osten gelegen, der Lehrsaal für Chemie; nach Süden liegt ein für praktische chemische Arbeiten bestimmtes Zimmer, das mit den nötigen Arbeitstischen und Abdunst- schränken ausgerüstet ist, nach der Hofseite liegt, wie in den beiden unteren Geschossen, das Vorbereitungs- zimmer für den Lehrer.
Das ausgebaute Dachgeschoß nimmt den Zeichensaal auf, dessen Fensterwand nach Norden ge- richtet ist; außerdem die Modellkammer und ein Lehrerzimmer. In die Wandschrägen des Mansardendaches sind Sammlungs-, Modell- und Reißbrettschränke eingebaut.
Die Lehrsäle für Physik und Chemie sind mit Experimentiertischen von Max Kohl in Chemnitz aus- gerüstet; hinter diesen Tischen sind die Experimentiernischen in die Wände eingebaut; die in die Zwischenwand eingebaute Experimentiernische im II. Obergeschoß kann sowohl von dem Lehrsaale für Chemie als auch vom Arbeitszimmer aus benützt werden. Sämtliche Lehrsäle, das Arbeitszimmer sowie das Vorbereitungszimmer für Physik erhielten Verdunkelungsvorrichtungen.
Das Kellergeschoß enthält den Maschinenraum für die elektrische Experimentieranlage, eine Akkumula- torenbatterie, eine Dunkelkammer für photographische Zwecke, sowie die Räume für die Niederdruckdampfheizung.
Der Entwurf zu dem Erweiterungsbau wurde durch die I Hochbau-Inspektion unter Leitung des in- zwischen verstorbenen Stadtbauinspektors Koch ausgearbeitet.
Die Baukosten sind mit..................N) A. 115 000.— die innere Einrichtung(Mobiliar und Experimentieranlage) mit........„ 33 000.— veranschlagt, so daß der Erweiterungsbau einen Gesamtkostenaufwand von... M. 148 000.—
verursachen wird.


