Jahrgang 
1905
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Deutsch: Lesen und Besprechung von Prosastücken nach dem Lesebuch, auch zusammen- hängende Lektüre von Rosegger, Riehl u. a.(in Abt. A.: Chamissos Peter Schlemihl). Balladen von Uhland, Schiller, Goethe. Wilhelm Tell. Uhlands Ludwig der Bayer, Körners Zriny. 5 Gedichte sind auswendig gelernt, dazu einzelne Stellen aus den Dramen. Grammatik: Wortbildungslehre(Ablaut, Umlaut, Brechung). Freie Vorträge. Alle 4 Wochen ein Auf- satz(Beschreibungen, Erzählungen). 3 St. in Abt. A.: Merian-Genast, in Abt. B.: S. Drüner. W. Hauschild.

Latein: Lektüre: Caesar bell. Gall., Buch I VI mit Auswahl unter Benutzung der Wort- kunde von Perthes-Gillhausen. Anleitung zum Lesen des Schriftstellers durch Entwick- lung der Satzgefüge. Präparation zunächst nur in der Klasse; auch später vielfache Übung im unvorbereiteten Übersetzen. Sprechübungen. Auswahl aus Ovids Metamorphosen, rund 600 Verse. Grammatik: Satzlehre§§ 1 145.(Teile des Satzes) mit Auswahl. Die Hauptregeln über die Arten des Satzes und den zusammengesetzten Satz propä- deutisch. Wiederholung der Formenlehre. Übersetzen aus dem Deutschen ins Lateinische Wöchentlich eine schriftliche Klassenarbeit. Daneben etwa alle 2 Wochen eine Haus- arbeit. 10 St. Abt. A.: Merian-Genast, Abt. B.: Drüner.

Französisch: Lektüre: Daudet, Le petit Chose, Molière, L'A vare(in Abt. B.: Le Malade imaginaire). Sprechübungen im Anschluß an den Lesestoff. Grammatik: Satzlehre §§ 64 108. Alle 3 Wochen eine schriftliche Arbeit. 2 St. S. Hahn, W. Weber.

Geschichte: Deutsche Geschichte vom Konzil zu Konstanz(in Abt. B. von der Regierung Ludwigs des Bayern) bis zum Tode Friedrichs des Großen, mit besonderer Hervorhebung der brandenburgisch-preußischen Geschichte. Ein Kanon von Jahreszahlen wurde ein- geprägt. Beständige Wiederholung aus früheren Abschnitten. Im Winter wurde wöchent- lich 1 St. der Wiederholung der alten Geschichte gewidmet. Im Sommer 2, im Winter 3 St. Abt. A.: Prigge, Abt. B.: Bölte.

Erdkunde: Physikalische und politische Erdkunde Deutschlands. Die deutschen Kolonien. Afrika. Wiederholung und Ergänzung der früheren Pensen. Im Sommer 2, im Winter 1 St. Abt. A.: Prigge, Abt. B.: Bölte.

Mathematik: Arithmetik: Fortgesetzte Übungen in Gleichungen 1. Grades. Gleichungen 2. Grades und solche höheren Grades, die sich leicht auf 2. Grad reduzieren lassen. Anwendungen auf Textaufgaben. Lehre von den Potenzen und Logarithmen. Plani- metrie: Die einfachen Sätze der hnlichkeitslehre, Kreisberechnung. Konstruktionen: Grundaufgaben, geometrische örter, geometrische Analysis. Alle vier Wochen eine Klassenarbeit. 4 St. Abt. A.: Presber, Abt. B.: Wirtz.

Naturkunde: Im Sommer: Lehre vom Bau des menschlichen Körpess. Unterweisungen über die Gesundheitspflege. Im Winter: Einfachste Erscheinungen aus der Mechanik fester, flüssiger und gasförmiger Körper, sowie aus der Wärmelehre in experimenteller Behandlung. 2 St. Abt. A.: S. Presber. W. Weismantel. Abt. B.: S. Weismantel, W. Wirtz.

Zeichnen: Natur- und Kunstgegenstände aller Art, auch in farbiger Ausführung(Pastell- und Wasserfarben), Ubungen im Skizzieren und im Zeichnen aus dem Gedächtnis. 2 St. Abt. A. und B.: Thielmann.