Jahrgang 
1904
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Naturbeschreibung: Im Sommer: Beschreibung von Vertreteru scharf gekennzeichneter Pflanzenfamilien. Besprechung einzelner physiologischer und biologischer Eigentümlich- keiten derselben, sowie ihrer Beziehungen zu Menschen und Tieren. Bei einzelnen Hinweis auf die Geschichte ihrer Ausbreitung. Gleichzeitig Übung im Zeichnen einfacher und wichtiger Pflanzenteile. Im Winter: Ergänzung aus dem Reiche der Säugetiere und Überblick über seine hauptsächlichsten Ordnungen. Betrachtung der Vögel mit besonderer Berücksichtigung ihres Baues, ihres Lebens, ihrer Erkennungsmerkmale in der Natur und ihrer Beziehungen zum Menschen. Grundzüge des Knochenbaues beim Menschen. 2 St. Weismantel.

Zeichnen: Darstellung ebener Gebilde(gerade- und krummlinig begrenzte Flächenformen aus der Umgebung des Schülers); Anwendung der Grundfarben. 2 St Thielmann.

Schreiben: Deutsche, lateinische und griechische Schrift. 2 St. Schmidt.

Sexta. Klassenlehrer: Oberlehrer Dr. Hahn.

Religionslehre: a) Evangelische: Bibl. Geschichten des alten Testaments nach dem Lese- buch von Schäfer. Durchnahme und Erlernung der zehn Gebote mit Luthers Auslegung; einfache Worterklärung des II. und III. Hauptstücks; Einprägung von vier Kirchenliedern und einigen Katechismussprüchen. 3 St. Schmidt. b) Katholische: In 2 St. kombiniert mit V., außerdem 1 St. Unterricht über die hl. Beichte und das hl. Meßopfer. Einige Kirchenlieder. Gebete. Das Kirchenjahr. Erhige bibl. Geschichten des N. T. Zus. 3 St. Gander. c) Jüdische: Kombiniert mit V.

Deutsch: Hopf und Paulsiek für Sexta, Prosastücke gelesen, erklärt und von den Schülern frei wiedererzählt. Erzählungen aus der vaterländischen Sage und Geschichte. Memorieren von Gedichten nach dem hierfür festgesetzten Kanon. Die Teile sowie die Arten des einfachen Satzes nach den für Sexta bestimmten Paragraphen der deutschen Satzlehre von Prigge, das Wichtigste über die Nebensätze; die Unterscheidung der starken und schwachen Flexion. Wöchentlich eine schriftliche Klassenarbeit, im Winter auch Haus- arbeiten zur Einübung der Satzlehre; orthographische und grammatische Übungen. 5 St. Hahn.

Französisch: Banner, Französisches Lese- und Übungsbuch, erster Kursus bis Stück 56 gelesen, übersetzt und durch grammatische und sachliche Analyse, durch vielfache Um- bildung, durch Vorführung in Form von Dialogen und durch Verwendung des Sprach- schatzes in Frage und Antwort geübt. Memorieren einer Anzahl Gedichte und Prosa- stücke. Die regelmäßige Formenlehre, insbesondere avoir und étre, und das regelmäßige Verbum. Wöchentlich eine schriftliche Klassenarbeit(Diktate, Übersetzungen diktierter deutscher Sätze und Formen ins Französische, Beantwortung französisch gestellter Fragen, freie Ausarbeitungen). 6 St. Hahn.

Frdkunde: Grundbegriffe der physischen und der mathematischen Erdkunde elementar und in Anlehnung an die nächste örtliche Umgebung. Beobachtung im Freien. Heimatkunde