Jahrgang 
1904
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Deutsch: Abt. A.: Schillers Jungfrau von Orleans und Maria Stuart. Goethes Götz von Berlichingen. Schwierigere Gedichte von Schiller. Ausführliche Biographie Schillers und der Dichter der Befreiungskriege, namentlich Arndts und Körners. Dichtung der Be- freiungskriege nach Ziehen unter Zugrundelegung von Freytagsdie Erhebung(Hirzel, Schulausgabe). Auswendiglernen von Gedichten und Repetition früher gelernter Dich- tungen. Übungen im Disponieren. Freie Vorträge. Privatlektüre: Kleist, Michael Kohlhaas; Heyse, Colberg; Kleist, Hermannsschlacht. 3 St. Dreyer. Abt. B.: Jung- frau von Orleans, Maria Stuart, Götz von Berlichingen; Dichtung der Befreiungskriege:; Schillers Glocke und andere Gedichte nach Hopf und Paulsieks Lesebuch. Goethes und Schillers Jugend. Auswendiglernen von Gedichten, früher gelernte wurden wiederholt. Dispositions- und Vortragsübungen. 3 St. Bruhn.

Aufsätze: Abt. A: 1. Was erfahren wir aus dem Prolog der Jungfrau von Orleans? 2. Welche innere Entwicklung zeigt Johanna von ihrem ersten Auftreten im Prolog bis zu ihrem tiefsten Fall? (Klassenaufsatz.) 3. Des Helden Name ist in Erz und Marmelstein So wohl nicht aufbewahrt wie in des Dichters Liede. 4. Wodurch erweckt Maria im ersten Aufzuge unsere Sympathie?(Klassenaufsatz.) 5. a) Welche Gründe lassen uns Elisabeths Handeln tadelnswert erscheinen? b) Hat Leicester recht, wenn er Maria einen schon verklärten Geist nennt? 6. Wie zeigt sich schon im ersten Aufzug des Goetz von Berlichingen, daß das Schauspiel ein Zeitgemälde ist?(Klassenaufsatz). 7. Goetz und Michael Kohlhaas. 8.(Klassenaufsatz.) a) Die Richtigkeit des WortesNot lehrt beten soll an Beispielen der Geschichte und des allgemeinen Menschenlebens nachgewiesen werden. b) Hat der Schöpfer des Arndt-Denkmals in Bonn recht, wenn er dem Sockel die Worte eingrub: 1. Der Gott, der Eisen wachsen ließ....., 2. Der Rhein, Deutschlands Strom, nicht Deutschlands Grenze? Abt. B.: 1. C. Licinius Crassus als Legat Caesars. 2. Welche Wandlungen zeigt Johannas Empfinden für Lionel?(Klassenaufsatz). 3. Inwiefern hat Schiller die Wirkung derBürgschaft durch die mit der Fabel vorgenommenen Anderungen gesteigert? 4. Mit welchen Gefühlen scheiden wir in SchillersMaria Stuart von der Heldin des Dramas?(Klassenaufsatz.) 5. Wie wird Klearch der Meuterei in Tarsos Herr? 6. Die Untreue in GoethesGoetz.(KlassenaufsatæZ.) 7. Der Mönch von Bonifazio und Elias auf dem Karmel. 8. Wie charakterisiert Xenophon in den beiden ersten Büchern der Anabasis die Barbaren?(Klassenaufsatz)

Lateinisch: Lektüre: Abt. A.: Sallustius bellum Jugurthinum, Caesar bellum Gallicum VII. und Sallustius, bellum Catilinae mit Auswahl. Ovids Metamorphosen: Philemon und Baucis. Orpheus. Ceres und Proserpina. Geeignete Stellen wurden auswendig gelernt. Abt. B.: Sallustius bellum Jugurthinum mit Auslassung der Einleitung. Caesar bellum Gallicum VII. Cicero in Catilinam I, II. Ovids Metamorphosen(Auswahl für den Schul- gebrauch von Meuser-Egen): Niobe, die lycischen Bauern, Orpheus in der Unterwelt, Tod des Orpheus, Philemon und Baucis, Daedalus und Icarus, Midas, Tod und Ver- götterung des Hercules. Auswendiglernen geeigneter Stellen. Grammatik: Lateinische Satzlehre von Reinhardt§ 108 145, 169174, 177, 181, 185, 186, 187 213; dazu Übersetzung der entsprechenden Abschnitte aus Ostermann-Müller(IV). Wiederholung der Formenlehre. In Abt. A. wöchentlich eine Klassen- und jede zweite Woche eine Hausarbeit. In Abt. B. innerhalb von 4 Wochen je 3 Klassenarbeiten, gelegentlich Haus- arbeiten. 8 St. Abt. A.: Drüner. Abt. B.: Pappritz.

Griechisch: Grammatik nach Reinhardt-Roemer auf Grund der Pensenverteilung in Bruhns HilfsbuchXXXII. Lektüre: Vorkursus in Bruhns Hilfsbuch und Xenophon Anabasis Buch I; II; III 1, 2; IV 7, 19 27. Mündliches tersetzen ins Griechische. Schriftliche