Jahrgang 
1900
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16 Rechnen: a) Rechnen: Die 4 Grundrechnungsarten mit gemeinen Brüchen, einfache und zusammengesetzte Regeldetri mit direkten und indirekten Verhältnissen. Wiederholung der 4 Grundrechnungsarten mit gemeinen und Dezimalbrüchen. b) Planimetrie: Lehre von den Geraden und Winkeln, I. u. II. Kongruenzsatz, Geometrisches Zeichnen. Zusammen 5 St. Schmidt.

Naturbeschreibung: Im Sommer: Beschreibung von Vertretern scharf gekennzeichneter Pflanzenfamilien. Besprechung einzelner physiologischer und biologischer Eigentümlich- keiten derselben, sowie ihrer Beziehungen zu Menschen und Tieren. Bei einzelnen Hin- weis auf die Geschichte ihrer Ausbreitung. Gleichzeitig Übung im Zeichnen einfacher und wichtiger Pflanzenteile. Im Winter: Die Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische; ihre anatomischen, physiologischen und biologischen Eigentümlichkeiten und ihr Verhältnis zum Menschen. 2 St. Weismantel.

Zeichnen: Die gerade Linie, der rechte Winkel, das Rechteck, Quadrat, gleichseitige Dreieck, Acht-, Sechs- und Fünfeck; gradlinige Verzierungen. Die gebogene Linie angewendet in stilisierten Blatt- und Blütenformen. 2 St. Thielmann.

Schreiben: Deutsche, lateinische und griechische Schrift. 2 St. Schmidt.

Sexta. Frankfurter Lehrplan. Klassenlehrer: Oberlehrer Dr. Winneberger.

Religionslehre: a) Evangelische: Bibl. Geschichten des alten Testaments nach dem Lese- buch von Schäfer. Durchnahme und Erlernung der 10 Gebote mit Luthers Auslegung; einfache Worterklärung des 2. und 3. Hauptstücks; Einprägung von 4 Kirchenliedern und einigen Katechismussprüchen. 3 St. Schmidt. b) Katholische: In 2 St. komb. mit V., außerdem 1 St. Unterricht über die hl. Beichte und das hl. Meßopfer; Gebete. Einiges über das Kirchenjahr. Raab.

Deutsch: Hopf und Paulsiek für Sexta, Prosastücke gelesen, erklärt und von den Schülern frei wiedererzählt. Erzählungen aus der vaterländischen Sage und Geschichte. Memorieren von Gedichten nach dem hierfür festgesetzten Kanon. Redeteile und Glieder des einfachen Satzes; die Unterscheidung der starken und schwachen Flexion. Wöchentlich eine schrift- liche Arbeit; orthographische und grammatische iſbungen. 5 St. Winneberger-

Französisch: Banner, französisches Lese- und Übungsbuch, erster Kursus bis Stück 45 gelesen, übersetzt und durch grammatische und sachliche Analyse, durch vielfache Um- bildung, durch Vorführung in Form von Dialogen und durch Verwendung des Sprach- schatzes in Frage und Antwort geübt. Viele Gedichte und Prosastücke memoriert. Die regelmäßige Formenlehre, insbesondere avoir und étre und das regelmäßige Verbum durch- genommen. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit: Diktate und Übersetzungen deutscher Sätze und Formen ins Französische. 6 St. Winneberger.

Erdkunde: Grundbegriffe der physischen und der mathematischen Erdkunde elementar und in Anlehnung an die nächste örtliche Umgebung. Erste Anleitung zum Verständnis des Globus, des Reliefs und der Karten. Heimatkunde von Frankfurt. Das Main- und Rhein- gebiet. Kurze Übersicht über die Erdteile. 2 St. Weismantel.