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Abt. B.: 1. Was hat Dorothea erlebt, bevor sie Hermann kennen lernte, und welchen Einfluß hat das Erlebte auf ihren Charakter gehabt?(Klassenaufsatz.) 2. Brief eines in Utika lebenden römischen Kaufmanns über den numidischen Bürgerkrieg. 3. Weislingens doppelter Treubruch.(Klassenaufsatz.) 4. Welche Eindrücke empfing Goethe in seiner Kindheit von seiner Vaterstadt? 5.„IIo*νμ νvννmν †νεuνι εεν⁴‿νιαηας, zu belegen durch Beispiele aus griechischer Sage und Geschichte. 6. Die Grundzüge der fallenden Handlung in Schillers „Maria Stuart“.(Klassenaufsatz.) 7. Die Statue der Niobe mit ihrem Kinde soll aus der Erzäühlung Ovids erklärt werden. 8. Der Gedankengang in Ciceros erster Rede gegen Catilina. 9. Die Königin Luise in der Dichtung der Befreiungskriege(Prüfungsaufsatz.) Liermann.
Latein: Lektüre: Sallustius, bellum Jugurthinum; Caesar B. G. VII; aus Ovids Metamorphosen (nach der Auswahl von Meuser-Egen) in Abt. A: III 1— 137(Cadmus); V 341— 571 (Ceres und Proserpina); I 1— 162; 253— 415; in Abt. B: III 1— 137; V 341— 571; VI 313— 381(Die Lycischen Bauern), VIII 183— 235(Daedalus), VI 146—381, VIII 611— 735 (Philemon und Baucis), größere Abschnitte wurden auswendig gelernt; Cic. in Catil. in Abt. A: II, III, I; in Abt. B: I, III, IV; und die Einleitung zu Sall. B. Cat.— Grammatik: Aus der Satzlehre von Reinhardt wurde die Lehre von den Arten des Satzes und dem zusammengesetzten Satze§ 146— 277 systematisch durchgenommen und somit die Satzlehre abgeschlossen. Das UÜbungsbuch von Ostermann-Müller(IV. Teil) wurde vollständig erledigt und großen Teils auch schriftlich übersetzt. Wiederholungen aus der Formenlehre fanden regelmäßig statt. Wöchentlich eine Klassenarbeit(darunter einige Übersetzungen aus dem Lateinischen ins Deutsche); meist wöchentlich eine Haus- arbeit. 8 St. Abt. A: Bölte, B: Liermann.
Griechisch: Die Formenlehre des attischen Dialekts, verba anomala mit Auswahl.(Nach der Grammatik von Reinhardt-Römer). Ausgewählte Hauptregeln der Syntax, im Anschluß an den Lesestoff induktiv abgeleitet. Lektüre nach dem Lesebuch von Herwig: durch- genommen wurden sämtliche Stücke von 1— 80. Die deutschen löbungsstücke wurden sämtlich(teils mündlich, teils schriftlich) übersetzt. Wöchentlich eine schriftliche Haus- arbeit und eine Klassenarbeit. Xenophon Anabasis I Cap.—VI; Vorbereitung in der Klasse; Rückübersetzungen bei der Wiederholung. 8 St. Abt. A: Bölte, B: Römer.
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Französisch: Lektüre: Lafontaine, Choix de fables gelesen und z. T. memoriert. Molière, le Malade imaginaire. Thiers Expédition de Bonaparte en Egypte gelesen und z. T. memoriert. Französische Inhaltsangaben und Besprechungen über das Gelesene. Grammatik: Banner, Satzlehre§ 122 bis Schluß, das Wichtigste aus den früheren Pensen wieder- holt.— Thèemes d'imitation, häusliche Ubersetzungen und alle 14 Tage eine schriftliche Klassenarbeit im Anschluß an die Grammatik oder die Lektüre. 2 St. Banner. (Abt. B. im Sommer: Hahn).
Geschichte und Erdkunde: Deutsche Geschichte von 1740—1888; Repetitionen des ge- schichtlichen und erdkundlichen Pensums. 2 St. Abt. A.: Ziehen. Abt. B.: Schwemer.
Mathematik: a) Arithmetik: Logarithmische Übungen: quadratische Gleichungen und Gleichungen höheren Grades, die sich leicht auf quadratische reduzieren lassen; quadratische Gleichungen mit 2 Unbekannten; Anwendungen der Gleichungen; Zinseszinsrechnung; leichte Exponentialgleichungen. b) Planimetrie: gelegentliche Ubungen und Konstruktionen; Ptolomäischer Lehrsatz. c) Trigonometrie: Die ebene Trigonometrie mit Ausschluß kom- plizierter Aufgaben. d) Stereometrie: veranschaulichende Einführung: die einfachen Körper


