Jahrgang 
1884
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Lateinisch: Aus Perthes Lesebuch für V wurden noch gelesen und geübt die Stücke 152 158, 176 bis 181, 192 217, 219 und die Abschnitte zur Wortbildungslehre aus 218, 220 f., 225 f. Hierzu wurden aus der Formenlehre von Perthes die§§ 102149, aus dem entsprechenden Vokabular die Primitiva und die wichtigsten Derivata gelernt und geübt. Hierauf wurde Caes. de bell. Gall. I. 118 gelesen. Die Syntax-Regeln wurden nach Harre gelernt, die Übungssätze hierzu dem Ostermann'schen Übungsbuche für Quarta, beziehungsweise den Perthes'schen Lesebüchern entnommen. Wöchentlich ein Scholasticum. 9 St. Hauschild.

Deutsch: Sommer: Ergänzende Wiederholung der Formenlehre, Orthographie und Inter- punktion. Die Grundsätze des deutschen Versbaues an memorierten Gedichten im wesent- lichen erläutert. Leseübungen. Mehrerée Gedichte erklärt und memoriert. Lesebuch von Hopf und Paulsiek. Alle 14 Tage 1 Diktat, außerdem kleine Aufsätze(Reproduktionen). 2 St. Pelissier. Winter: Repetition der Lehre vom einfachen Satze. Lehre vom zusammen- gesetzten Satze. Hierzu Lektüre passender Abschnitte aus Hopf und Paulsiek. 14 tägig eine grammatische und eine stilistische Arbeit abwechselnd. 2 St. Hauschild.

Französisch: Plötz' Elementargrammatik 60 96 repet.; neu 96 112, Schulgrammatik Lek- tion 1 11 3 St. im Sommer, Plötz' Schulgrammatik Lektion 12 29 im Winter. 14tägige Extemporalien(zuweilen Domestica). 3 St. Lektüre, ausgew. Stücke aus Süpfle's Lesebuch Teil I. 2 St. Im Sommer Wirth, im Winter Cuers.

Geschichte: Griechische und römische Geschichte. 2 St. Trieber.

Geographie: Wie in Quarta B. 2 St. Trieber.

Naturgeschichte: Wie in Quarta B. Noll.

Mathematik: Geometrische Formenlehre, verbunden mit geometrischem Zeichnen; Linien, Winkel. Figuren, insbesondere Dreiecke. Einfache Lehrsätze. Die Lehre von den Winkeln. Parallelen- theorie. Die Fundamentalsätze über das Dreieck, insbesondere die Kongruenzsätze und ihre Anwendung. 2 St. Schauf.

Rechnen: Division der Decimalbrüche. Einfache und zusammengesetzte Regel de Tri. Schluß- rechnung; Kette. Zinsrechnung. Elemente der Zinseszinsrechnung. Gesellschaftsrechnung. Kopfrechnen. Einführung in die ersten Grundbegriffe der Buchstabenrechnung. 2 St.

Schauf.

Untertertia B.(Herbst-Kursus.) Klassenlehrer: Im Sommer Oberlehrer Dr. Trommershausen, im Winter Dr. Wirth.

Religionslehre: Evangelisch-protestantische: Im Sommer: Geschichte des Alten Testaments vom Tode Sauls; Geographie von Palästina. Rosenstiel. Im Winter: Repetitionen aus den Geschichten des Alten Testaments; Uberblick über die poetischen Bücher, besonders die Psalmen. Kirchenlieder und Psalmen gelernt. Das Leben Luthers. Das Kirchenjahr. 2 St. Bernhard.

Lateinisch: Sommer: Harre. Tempus- und Moduslehre. Winter: Harre. Casusregeln, mit den Ubungsstücken in Ostermann IV; wöchentlich 1 Exercitium. 4 St. Wirth. Caesar: Sommer: De bell. Gall. III, IV XV. Gillhausen. Winter: B. I, 1 40. 3 St. Wirth. Tirocinium: Sommer: B. II, St. 1 12, 15, 27, 29, 30. B. III, 10, 12a. Gillhausen. Winter: B. I, II. 2 St. Wirth.

Gymnasium 1884. 3