Jahrgang 
1927
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Caesar Ulb, Peters Ulb, Martin Ol, Gerlicher Ol, Racky Ulb, Schuch UIb, Funk O IIIb und Hertsch U Ila.

Von dem Leben und Treiben und den neu- zeitlichen Bestrebungen auf dem Gebiete der Leibesübungen gab ein Turn- und Gymnastik- Abend im Festsaale unserer Lehranstalt am

O9. Dezember guten Aufschluss. Reitz.

V. Nadelarbeit.

Dem Nadelarbeitsunterricht stehen dem Lehrplan entsprechend 2 Wochenstunden zur Verfügung.

In der Sexta baut sich der Stoff auf die Arbeit in der Grundschule auf. Die Strumpfspitze und die Ferse wurden in Form kleiner Puppen- und Gebrauchsgegenstände wiederholt, wobei gleichzeitig das Einstricken bunter Farben und das Arbeiten der Zäckchen erlernt wurde. In der zweiten Hälfte des Jahres wurde die Kreuz- stichtechnik erarbeitet. Viel Freude machte den Mädchen das Entwerfen eigener Muster in dieser Technik, die an allerlei kleinen und grossen Gebrauchsgegenständen praktische Durchfüh- rung fand.

In der Quinta wurde mit den Grundlagen des Handnähens begonnen, Das Ueben der Nähte vollzog sich an Puppen- und Kinder- wäsche. Die Schnitte hierzu wurden durch Ab- formen am Körper selbst gewonnen. Die Häkel- technik wurde auf die Kenntnisse der Grund- schule aufgebaut und weiter vertieft an Kleidungs- stücken, die die Schülerinnen teils für sich, teils für kleinere Geschwister arbeiteten.

In der Quarta wurde der Nadelarbeitsunter- richt in zwei Abteilungen erteilt. Im Vorder- grund stand in dieser Klasse das Ausbessern von Wäsche und Strümpfen. Zunächst war es nötig, des Gewebe selbst kennen zu lernen, um es durch kleine Webeproben nachzubilden. Da Stopfen das Nachbilden oder Wiederzusammen- fügen des geschädigten Gewebes ist, bildete so das Weben die Grundlage zum Wäschestopfen-. Es wurden gestopft: dünne Stellen, Löcher, der gerade und schräge Riss und der Winkelriss. Anschliessend an das Wäschestopfen wurde das Ausbessern von Strümpfen und der Maschen- stopf geübt. Mehr Freude als die Ausbesse- rungsarbeiten machte dann die nach Weihnachten begonnene Hohlsaumarbeit. Das Erlernen der Technik in ihrer Verschiedenheit war müheloser als das Stopfen der Wäsche und Strümpfe. Alle

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Schülerinnen arbeiteten eine Serviettentasche, die von jeder Schülerin nach eigenem Geschmack

verziert wurde. Merkel.

VI. Deutsche Einheitskurzschrift.

Die Einheitskurzschrift ist das Ergebnis der stenographischen Entwicklung aus den natür- lichen Bedürfnissen der Zeit heraus. Durch die Bestimmungen des Reichs und der Länder, nach welchen die mittlere und höhere Beamtenlauf- bahn allen denen verschlossen bleibt, die dieser Kurzschrift unkundig sind, ist sie von grosser Bedeutung für alle Schüler geworden. Von umso grösserer Bedeutung ist sie jetzt, als die Städte, nun auch Frankfurt a M., mit ihren Bestimmungen für die Stellenanwärter dem Beispiel der Regie- rungen folgen.

Handel und Industrie erhalten nur noch in Einheitskurzschrift ausgebildeten Nachwuchs aus Schulen und Handelsschulen, Sie werden in wenigen Jahren die Kenntnis dieser Kurzschrift, wahrscheinlich als praktische Verkehrsschrift, von jedem fordern. Niemand wird sich mehr ihrer Erlernung entziehen können

Es war demnach selbstverständlich, dass mit Beginn des Schuljahres Lehrgänge in der Einheitskurzschrift eingerichtet wurden. Die Teil- nahme war freiwillig für die Schüler. Unter den gegebenen Verhältnissen hätte man, nament- lich von den oberen Klassen, einen stärkeren Besuch des Kurzschriftunterrichts und von den meisten Teilnehmern grösseren Fleiss erwarten dürfen. Es beteiligten sich:

aus O 1 5 Schüler . lI Ia 9 6,

U 1b 5,

O lIl a 1() O IlIb 5

U Ila 15

UI Ib 17

O Ila 6

O lIll b 11,

LI III a 9

U IIIb 12 zusammen 91 Schüler

von denen einige im Laufe des Jahres wegen Krankheit oder wegen stärkerer lInanspruchnahme durch Fächer, in denen sie schwach waren, aus- schieden. Der Unterricht fand nach Altersklassen

getrennt statt. Floeck.