STAATLICHE AUFsichHTSBEHORDE: Staatliches Provinzialschulkollegium in Kassel.
STAATLICHER DEZERNENT: Oberschulrat Dr. Grau, Kassel.
PATRONAT: Stadtgemeinde Frankfurt a. M.
PATRONATSBEHÖRDE: Schulausschuß der städtischen höheren Schulen, Frankfurt a. M., Elbestraße 48. Sprechstunden: Dienstags, Donnerstags und Freitags 8— 14 Uhr. ——— 44 Stadtrat Dr. Keller.
—,— Sfo e Dibl.
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Das Sekretariat der Schule ist nur Montags, Mittwochs und Freitags von 8—1 Uhr geöffnet. (Stadtassistentin Erna Kittel.)
Sprechstunden des Schulleiters täglich(außer Samstags) von 12—1 Uhr. Sprechstunden der Lehrkräfte: siehe Anschlagbrett.
Die Schule und ihre Berechtigungen:
Die Elisabethenschule ist der weibliche Zweig der 1803 gegründeten Wusterschule. Im Herbst 1876 bezog die Mädchenabteilung ein für sie neu errichtetes Gebäude am Börsenplatz, das aber im Laufe der Jahre bei dem Wachstum der Anstalt zu enge wurde. 1908 lösten sich daher die obersten Klassen als Lehrerinnenseminar(Oberlyzeum) ab und bezogen den auf dem Titelblatt dieses Berichtes abgebildeten Bau am Holzhausenpark, Vogtstr. 37, Ecke Eschers- heimerlandstraße. Dort gliederten sich ihnen die 1908 gegründete Seminarübungs-Volksschule und ein Kindergarten an, beide als Übungsstätten für die zukünftigen Lehrerinnen. Im Herbst 1923 wurden die bisher am Börsenplatz verbliebenen Lyzealklassen der Elisabethenschule ebenfalls in das Gebäude am Holzhausenpark verlegt. Ostern 1924 erhielt die wiedervereinigte Schule vom Herrn Minister den Namen„Elisabethenschule(Städtisches Oberlyzeum)“. Ostern 1926 fand die letzte Lehrerinnenprüfung an der Schule statt und zugleich die erste Vollreifeprüfung des Oberlyzeums neuen Stils.
Ostern 1928 begannen wir mit Genehmigung der staatlichen und städtischen Behörden mit dem Umbau in ein Reformrealgymnasiſum.
Das Schlußzeugnis des Lyzeums(Obersekundareife) erhalten unsere Schüle- rinnen am Ende der Untersekunda. Es berechtigt u. a. zur Ausbildung als landwirtschaftliche Haushaltungslehrerin, akademische Landwirtin, staatlich diplomierte Gartenbauinspektorin, Fachlehrerin für Kleingarten-, Obst- und Gartenbau, Chemotechnikerin, technische Assistentin an medizinischen Instituten, Metallographin, höhere Büroangestellte, Bankbeamtin, Kindergärt- nerin, Hortnerin, Jugendleiterin, Haushaltspflegerin, allgemeine und wirtschaftliche Wohlfahrts- pflegerin, Gesundheitsfürsorgerin, Jugendwohlfahrtspflegerin, technische Turn- und Sportlehrerin und Gewerbelehrerin. Es schließt selbstverständlich die sogenannte„mittlere Reife“ der gehobe- nen Volks- und der Mittelschulen in sich ein.
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