Jahrgang 
1926
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Staatliche Aufsichtsbehörde: Staatliches Provinzialschulkollegium in Cassel.

Staatlicher Dezernent: Oberschulrat Dr. Grau, Cassel.

Patronat: Stadtgemeinde Frankfurt a. Main.

Patronatsbehörde: Schulausschufs der städtischen höheren Schulen, Frankfurt a. Main, Großer Kornmarkt 2.

Die Schule und ihre Berechtigungen:

Die Elisabethenschule ist der weibliche Zweig der 1803 gegründeten Musterschule. Im IHlerbst 1876 bezog die Mädchenabteilung das für sie neu errichtete Gebäude am Börsenplatz, das aber im Laufe der Jahre bei dem Wachstum der Anstalt zu enge wurde. 1908 lösten sich daher die obersten Klassen als Lehrerinnenseminar(Oberlyzeum) ab und bezogen den auf dem Titelblatt dieses Berichtes abgebildeten Bau am Holzhausenpark, Vogtstraßze 35. Ecke Eschersheimerlandstraße. Dort glicderlen sich ihnen die 1908 gegründete Seminarübungs-Volksschule und ein Kindergarten an, beide als Ebungsstätten für die zukünftigen Lehrerinnen. Im Herbst 1923 wurden die bisher am Börsen- Dlatz verbliebenen Lyzealklassen der Elisabethenschule ebenfalls in das Gebäude am IHIolzhausenpark verlegt. Ostern 1924 erhielt die wiedervereinigte Schule vom Ierrn Ninister den NamenFlisabethen- schule(Städtisches Oberlyzeum).

Ostern 1926 fand die letzte Lehrerinnenprüfung an der Schule statt und zugleich die erste Vollreifeprüfung des Oberlyzeums neuen Stils, die zum Studium an den Universitäten und Iochschulen berechtigt, s. S. 17.

Das Schlußzeugnis des Lyzeums(Obersekundareife) erhalten unsere Schüle- rinnen am Ende der Untersekunda. Es berechtigt u. a. zur Ausbildung als landwirtschaftliche Haus- lehrerin, staatlich diplomierte Gartenbauinspektorin, Fachlehrerin für Kleingarten-, Obst- und Garten- bau. Chemotechnikerin, technische Assistentin an medizinischen Instituten, Metallographin, höhere Bäronngestellte, Bankbeamtin, Kindergärtnerin, Horinerin, Jugendleiterin, allgemeine und wirtschaft- liche Wohlfahrtspflegerin, Gesundheitsfürsorgerin, Jugendwohlfahrtspflegerin, technische Lehrerin.