Die Schule und ihre Berechtigungen.
Die Eliſabethenſchule iſt der weibliche Zweig der 1803 gegründeten Muſterſchule. Im Herbſt 1876 bezog die Mädchenſchule das für ſie neu errichtete Gebäude am Börſenplatz, das aber im Laufe der Jahre zu enge wurde. 1908 höſten ſich die oberſten Klaſſen als Lehrerinnenſeminar(Oberlyzeum) ab und bezogen das auf. der Außenſeite dieſes Berichts abgebildete Gebäude am Holzhauſenpark, Vogtſtr. 35, Ecke Eſchersheimerlandſtraße. Dort gliederte ſich die 1908 gegründete Seminarübungs-Volksſchule und ein Kindergarten an, beides als Uebungsſtätten der zukünftigen Lehrerinnen. Im Herbſt 1923 wurden die Klaſſen der Eliſabethenſchule vom Börſenplatz ebenfalls in das Gebäude am Holzhauſenpark verlegt. Oſtern 1924 erhielt die wiedervereinigte Schule vom Herrn Miniſter den Namen: Eliſabethenſchule(Städt. Oberlyzeum).
Das Abſchlußzeugnis des Lyzeums erhalten die Schülerinnen am Ende der Unterſekunda. Dieſes Zeugnis berechtigt u. a. zur Ausbildung als landwirtſchaftliche Hauslehrerin, akademiſche Landwirtin, diplomiſche Gartenbauiſpektorin, Lehrerin für Obſt-, Garten- und Kleingartenbau, Chemotechnikerin, techniſche Aſſiſtentin an mediziniſchen Inſtituten, Metallographie, Büroangeſtellte, Bankbeamtin, Kindergärtnerin, Hortnerin, Jugendleiterin in Geſundheitsfürſorge, Jugendwohlfahrtspflege, allgemeine und wirtſchaftliche Wohlfahrtspflege, als techniſche Lehrerin, Zeichen⸗-, Geſang- und Handelslehrerin..
Das Reifezeugnis des Oberlyzeums(neuen Stils) am Schluſſe der Oberprima berechtigt zu jedem Studium an den Univerſitäten und Hochſchulen.
Die Lehrerinnenprüfung wird Oſtern 1926 zum letzten Male in unſerer Schule ſtattfinden.


