Jahrgang 
1885
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14 2. Mathilde Heim; 3. Clara Jäger; 4. Caroline Klingelhöffer; 5. Rosa Lorsch; 6. Hedwig Lucius; 7. Anna Robe; 8. Anna Schmidt; 9. Helene Schüssler; 10. Franziska Wild.

Ferner die auswärts vorgebildeten Damen: 11. Marie Diehlmann; 12. Luise Grimm; 13. Lili von Hanfleden; 14. Elisabeth Kessler; 15. Thekla Lederer; 16. Johanna Reibel; 17. Johanna Scheuermann; 18. Marie Walther-Brauer; 19. Helene Juliane Wollweber.

Auch diese Prüfung lieferte im ganzen günstige Resultate, so daß sämtlichen Examinan- dinnen die nachgesuchte Befähigung zur Erteilung des Handarbeitsunterrichtes an höheren und mittleren Mädchenschulen zuerkannt werden konnte.

Am 20. September, vormittags 10 Uhr, fand das Sommersemester seinen Abschluß in der feierlichen Entlassung der abgehenden Schülerinnen, insbesondere der geprüften Seminaristinnen. Namentlich für die letzteren war die Abschiedsstunde ernst; nur zwei derselben waren von auswärts in die Seminarklassen eingetreten; die anderen zehn hatten zuvor die Schulklassen besucht, mehrere von der untersten Klasse aufwärts. Ihnen wurde die Anerkennung ausgesprochen, daß sie so- wohl wegen ihrer bewiesenen tüchtigen Arbeit, wie wegen ihrer sittlichen Entwickelung mit vollem Vertrauen und den besten Wünschen in ein Arbeitsfeld entlassen werden dürfen, welches große Anforderungen an sie stellen und viel Entsaguug von ihnen fordern werde.

Das Wintersemester begann mit den Aufnahmeprüfungen am 6. Oktober. Der Unterricht wurde bis zum Beginn der Weihnachtsferien(23. Dezember) nicht unterbrochen; auch das zweite Quartal des Winters, welches am 7. Januar begann, verlief ungestört; doch wurde an drei Nachmittagen des Januar der Nachmittagsunterricht ausgesetzt, um den Schülerinnen Gelegenheit zum Schlittschuhlaufen zu bieten.

Da der Geburtstag Sr. Maj. des Kaisers in diesem Jahre auf einen Sonntag fällt, wird die Feier desselben schon am vorhergehenden Tage stattfinden. Die Festrede wird Herr Dr. Fritsch übernehmen.

Der Gesundheitszustand innerhalb des Kollegiums wie bei den Schülerinnen war ein schwankender..

Nachdem der Vorsommer im ganzen ungestört geblieben war, abgesehen davon, daß Herr Süss zu einer 12tägigen Militär-Übung einberufen war, brachte uns der Schluß der Sommerferien die Nachricht, daß sowohl Frl. Battenberg, wie Herr Hefermehl an der Wiederaufnahme ihrer Arbeit durch Krankheit verhindert seien; Frl. Battenberg wurde 2 ½ Woche vertreten; Herr Hefermehl litt an einem hartnäckigen Halsleiden, welches erst zu Beginn des Wintersemesters seine Rückkuuft gestattete.

Der Eintritt des Winters brachte viele kürzere Störungen des Gesundheitsstandes; eine längere Vertretung machte jedoch nur die Erkrankung von Herrn Dr. Kinkelin, Fräulein Klump und Herrn Oestreich nötig. Durch die bereitwillige UÜbernahme der zu besetzenden Uuterrichtsstunden wurde es umgangen, fremde Kräfte heranzuziehen.

Bei den Schülerinnen zeigten sich während des Sommerhalbjahres keinerlei Krankheits- erscheinungen, welche durch ein weiteres Umsichgreifen Besorgnis hätten erregen können. Doch sollte der Tod auch in diesem Jahre nicht ohne Opfer bleiben. Am 21. Juli starb die Schülerin