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gearbeitet oder sich in andrer Weise die nötige Vorbildung angeeignet haben. Der Plan ist jedoch so angelegt, daß auch diejenigen, welche in die Seminarklasse C ohne die gewünschte Vorbildung eintreten, immerhin bei gehörigem Fleiße das für die Klasse I der höheren Töchter- schule gesetzte Ziel erreichen werden.
Seminarklasse C. 2 St. w.
In dieser Klasse wird das in Klasse I begonnene Zeichnen nach antiken Büsten fort- gesetzt. Außeerdem werden schwierigere Ornamente nach Modellen gezeichnet, wobei die ver- schiedenen Stilarten und kunstgewerblichen Zierformen berücksichtigt werden.
Einzelne Teile aus den Werken der vorzüglichsten Maler(Raphael, Michel Angelo etc.) werden copiert.
Muster werden in Farben ausgeführt.
Seminarklasse B. 2 St. w.
Das in den Klassen VI, V und IV der höheren Töchterschule Gelehrte und Geübte wird nochmals methodisch behandelt, und die begabteren Schülerinnen zu Probelektionen in diesen Klassen angeleitet. Moderne Porträt-Büsten werden gezeichnet und schwierige Zier- ornamente nach Modellen ausgeführt.
Einzelne Teile aus den vorzüglichsten Werken deutscher Maler(Holbein, Dürer etc.) werden nach Vorlagen gezeichnet. Zum Landschaftszeichnen nach der Natur wird Anleitung gegeben..
Muster werden in Farben ausgeführt.
Seminarklasse A. 2 St. w.
Das in den Klassen III, II und I der höheren Töchterschule Gelehrte und Geübte wird nochmals methodisch behandelt, die begabteren Schülerinnen werden zu Probelektionen in diesen Klassen augeleitet.
Einzelne Körperteile des Menschen und hierauf ganze Figuren mit Auswahl nach der Antike, auch Tierkörper nach Modellen werden gezeichnet. Kopieen nach Werken nieder- ländischer Meister werden ausgeführt.
Das Landschaftszeichnen nach der Natur, sowie das Musterzeichnen wird fortgesetat.
14. Singen.
Die 3 Seminarklassen C, B und A haben gemeinschaftlich 1 St. Unterricht in der Theorie und an den 2 Chorgesangstunden der vereinigten Klassen III—I steht ihnen die Teil- nahme frei.
Im Anschluß an die Wiederholung des in Klassen der höheren Töchterschule durch- genommenen theoretischen Lehrstoffs ausführlichere Behandlung der Tongeschlechter, der Ton- arten und deren Verwandtschaft, der Intervallen und des Notwendigsten aus der Lehre von den Akkorden(Dreiklänge, Vierklänge.). Einübung von Chorälen, Volks- und Schulliedern, sowie
von ein-, zwei- und dreistimmigen Gesängen unserer Klassiker.


