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1. November: Geographischer Ausflug der I nach dem Altkönig.
24. Dezember 1897 bis 6. Januar 1898: Weihnachtsferien.
27. Januar 1898: Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers und Königs. Die Festrede hält Herr Knebel über Erziehung zu besserem Kunst- verständnis.
16. bis 19. Februar: Die Primaner schreiben ihre Prüfungsarbeiten.
19. Februar: II besucht das Panorama der Schlacht bei Nuits.
23. März: Mündliche Prüfung der Primaner unter Vorsitz des Herrn Geh.-Rats Dr. Lahmeyer. Von 23 Schülern bestehen 21, 9 waren von der mündlichen Prüfung befreit.
24. u. 25. März: Mündliche Prüfung von 9 auswärtigen Schülern unter Vorsitz des zum Kommissar bestellten Direktors; 5 Prüflinge bestehen die Prüfung.
2. April: Schulschluſs.
3. bis 17. April: Osterferien. Am 18. April: Aufnahmeprüfung.
Während des Schuljahres erhielt die Schule mehrfach Besuch aus dem In- und Auslande.
Der Gesundheitszustand der Schüler war befriedigend, abgesehen von unge- fährlich verlaufenden Kinderkrankheiten. Einen Todesfall haben wir auch in diesem Jahre erfreulicher Weise nicht zu verzeichnen. Ein Schüler der Quinta zog sich durch leichtsinnige Miſsachtung der Anordnungen des Lehrers beim Turnen einen. Bruch des Unterarmes zu; die Heilung verläuft normal.— Die Einrichtung, dass in der 10 Uhr-Pause ein Glas Milch getrunken werden kann, dauert zum Heil vieler Kinder fort.— Im Lehrerkollegium kamen weniger Erkrankungen vor als in den letzten Jahren vorher.— Es fehlten: Der Direktor 11 Tage wegen Krankheit und 6 Tage wegen einer Reise nach England(die betr. Stunden gab er vorher); Prof. Stelz 2 Tage wegen Krankheit; Prof. Dr. Sonntag 1 Tag wegen Krankheit, 2 Tage wegen Familienangelegenheiten; Oberl. Dr. Junker 6 Tage wegen Krankheit, 3 Tage wegen Erkrankungen in der Familie; Oberl. Dr. Grede 12 Tage wegen militärischer UÜbungen, 3 Tage wegen Familienangelegenheiten; Zeichenlehrer Knebel 1 Tag wegen Krankheit; Lehrer Ickler 9 Tage wegen Krankheit.
Die Gleichstellung der an den Bockenheimer Schulen unterrichtenden Lehr- kräfte in Bezug auf Gehalt u. s. w. ist beschlossen und wird voraussichtlich bald zur Durchführung gelangen.
Die städtischen Behörden haben den Bau eines Dienstwohnhauses(für Direktor und Schuldiener) und die Einrichtung der bisherigen Dienstwohnung des Direktors für Schulzwecke beschlossen. Möge es gelingen, daſs diese Neueinrichtung bis Ostern 1899 vollendet sei! Die Schule bedarf der Räume aufs dringendste.
Im kommenden Schuljahr soll in der ganzen Schule elektrische Beleuchtung eingeführt werden(bis jetzt befindet sie sich in dem Physikzimmer und der Turn- halle). Ebenso soll der äufsere Anstrich der Schule erneuert werden. Auch werden die Klassen, bei denen dies noch nicht geschehen ist, neue Bänke erhalten.
Sind diese Umwandlungen und Verbesserungen vollendet, so wird den dringend- sten Bedürfniſsen abgeholfen sein. Zur Vollendung dessen, was wir für uns an- streben müssen, fehlt dann noch die Ubersiedlung der höheren Mädchenschule in ein eignes Gebäude, die UÜberweisung des ganzen Schulhauses an unsere Anstalt und der Ausbau der Real- zur Oberrealschule. Möge uns dies recht bald beschieden sein!
—ü—


