Jahrgang 
1898
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5. Schreiben(3 St). Das kleine und grofse Alphabet in deutscher Schrift. Verbindung der Buch- staben zu Wörtern mit kleinen und groſsen An- fangsbuchstaben.

6. Turnen(2 St.). Die Übungen und Turn- spiele für die 8. Turnklasse aus Dannebergs Leitfaden. Schmidt.

S8. Vorklasse.

Klassenlehrer: Herr Lehrer Wenderoth.

1. Religionslehre(2 St.). a. Evangelisch. Ausgewählte leichte Geschichten des alten und neuen Testaments. Einige Gebetchen, Sprüche und Liederverse auswendig gelernt.

b. Katholisch(vereinigt mit 1. u. 2. Vorkl., siehe dort.)

2. Schreiblesen(9 St.). a. Lautrichtiges und silbenmäſsiges Lesen in der Fibel. Behandlung

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leichter Lesestückehen. UÜbung im Erzühlen und Vortragen von Gedichten.

b. Abschreibübungen von der Wandtafel und aus der Fibel, Aufschreibübungen nach Diktat. Zu Grunde gelegt wurde die Steilschrift.

c. Lautier- und Buchstabierübungen. Silbentren- nung. Unterscheidung von Vokalen und Konso- nanten; Begriff und Schreibung des Substantivs; Vorsetzen des bestimmten Artikels.

3. Anschauungsunterricht(3 St.). Be- sprechung von Gegenständen in Schule, Haus, Hof, Garten, Feld und Wald. Vorzugsweise wurden Leutemanns Tierbilder und Hey-Spektersche Fabeln im Anschluſs an die betreffenden Kehr-Pfeifferschen Bilder behandelt, wobei Erzühlungen, Gedichtchen und Liedchen zur Belebung dienten. 3

4. Rechnen(5 St.). Die vier Grundrechnungs- arten im Zahlenkreise von 110 und deren An- wendung auf reine Zehnerzahlen von 10 bis 100.

Wenderoth.

Gesang.

VI(2 St. w.) Elementarübungon, Tonbildung und Aussprache, Tonhöhe, Tondauer und Tonstärke. Ein. übung vierstimmiger Volkslieder und Choräle.

V, 1. Sopran IV, 2. III- I, Alt und Bariton

(je 1 St. w.) Vorbereitung auf den Chorgesang. Einübung vierstimmiger Gesänge.

Im Chorgesang gelangten aufserdem eine Anzahl Volkslieder und Choräle(einstimmig) gelegentlich

der vaterländischen Feste und Gedenktage bezw. Schulfeiern zur Einübung.

Wenderoth.

Turnen. Die Austalt besuchten(mit Ausschluſs der Vorklassen) im Sommerhalbjahre 200, im Winter-

halbjahr 192 Schüler Von diesen waren befreit:

Vom Turnunterricht Von einzelnen Ubungs-

Auf Grund ärztlichen Zeugnisses. Aus anderen Gründen.

zusammen Also von der Gesamtzahl der Schüler.

überhaupt: arten: im S. 4, im W. 4 im S. 3, im W. 3 im S., im W. im S., im W. im S. 4, im W. 4 im S. 3, im W. 3 im S. 2%, im W. 2,1%] im S. 1,5%, im W. 1,6%

Der Unterricht war lediglich Klassenturnen; eine Gliederung in Abteilungen fand nicht statt.

In der Vorschule erhielten die 2. und 1. Klasse wöch. je 2 St., VII je 3 St.

(Oberl. Dr. Grede in II

u. IV, Turn- und Zeichenl. Knebel in I u. III, Oberl. Dr. Krüger in VI, Lehrer Schmidt in V). Turnspiele wurden wührend des Sommers regelmäſsig für die Klassen I u. III Montags, für II, IV;, V u. VI Samstag Nachmittags auf dem Altaracker veranstaltet. An dem Spiel beteiligten sich: In Abt. I (Kl. I u. III) von 54 Schülern 28= 52%; in Abt. II(Kl. II u. IV) von 60 Schülern 40= 67%; in Abt. III(Kl. V u. VI) von 83 Schülern 45= 54%, also von 197 Schülern 113= 58%. Der Durch- schnittsbesuch betrug 91 Schüler, also 79%; Zahl der Spieltage 10. Besondere Vereinigungen der Schüler zur Pflege von Bewegungsspielen und Leibesübungen bestanden nicht.

Wettspiele.

Bei den Wettspielen erhielten Preise die Primaner Carl und Mohr und die Sekundaner Bürkner und Reinehr.