Jahrgang 
1915
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Krieges verständnisvoll mitzuerleben, und die Erinnerung an sie unauslöschlich in ihr Gedächtnis einzuprägen.

1914 Nov. 11. Mitteilung eines Erlasses des Herrn Ministers, durch den die Mitwirkung der Lehrer an den höheren Schulen gefordert wird bei den Belehrungen über Deutsch- lands Brotversorgung.

Dez. 23. Mitteilung eines Erlasses des Herrn Ministers, der unter nachdrücklicher Rück- verweisung auf den betreffenden Erlaß über Deutschlands Brotversorgung vom 11. November die Bedeutung der Sache nochmals klarlegt und den Lehrern zur Pflicht macht, in der diesbezüglichen Einwirkung auf Schüler und Eltern nicht zu erlahmen.

1915 Febr. 3. Mitteilung eines Erlasses des Herrn Ministers über die bevorstehende Versetzung der Schüler, die unter den gegenwärtigen Verhältnissen ganz besonders nach dem Gesichtspunkt vorzunehmen ist, ob ein Schüler imstande sein wird, mit Erfolg an dem Unterricht der nächsthöheren Klasse teilzunehmen.

b) Eingänge vom Kuratorium der höheren Schulen.

1910 Jan. 26. Infolge des starken Andranges zur Supernumerar-Laufbahn in der städtischen Ver- waltung muß darauf hingewiesen werden, daß junge Leute, die zur Erlangung der Primareife länger als 1 Jahr in der Ober-Sekunda verbleiben müssen, für diese Laufbahn nicht mehr angenommen werden können..

Ebenso können diejenigen, die in Deutsch oder Mathematik ein mäßiges Zeugnis haben, auf Annahme nicht rechnen.

IUII. Chronik der Schule.

Das zu Ende gehende Schuljahr begann Dienstag den 21. April 1914 mit der Prüfung bezw. Aufnahme der für Real- und Vorschule angemeldeten Schüler. Zu den aus den beiden Vorschulklassen aufrückenden Schülern wurden in die beiden Sexten 6 aufgenommen, in den anderen Realklassen kamen 5 neue Schüler hinzu. In die Vorschule traten 66 Schüler ein, und zwar 59 in die zwei untersten Parallelklassen V. und V. 3 b, so daß die ganze Schule, Real- schule und Vorschule zusammen, mit einem Bestand von 483 Schülern in das neue Schul- jahr eintrat.

Der regelmäßige Unterricht nahm seinen Anfang Mittwoch den 22. April morgens 7 ½ Uhr mit einer gemeinsamen Andacht in der Aula, wo der Direktor, wie alljährlich, die in die Real- schule aufgenommenen Schüler mit den Bestimmungen der Schulordnung bekannt machte..

Der Direktor nahm auch Veranlassung, im Sinne der an die Schulen gelangten Erlasse des Herrn Ministers der geistlichen und Unterrichtsangelegenheiten auf die denkwürdigen Er- Aunee naa e eignisse hinzuweisen, die in diesen Tagen des April vor 50 Jahren sich zutrugen und ganz das Jahr 1864. Europa aufmerken ließen, und ferner auf das für den Monat Mai in Aussicht genommene Sammel- Unternehmen größeren Umfanges zum Besten des Roten Kreuzes, das im Jahre 1914 den 50. Jahrestag der Genfer Convention zu feiern hatte. Die Worte, die der Direktor bei dieser Gelegenheit u. a. sprach, haben im Verlauf des Jahres einen so ehernen Klang erhalten, daß sie zur Einführung in die diesmalige Jahresgeschichte der Schule hier wiedergegeben sein mögen:

Schulanfang.