1895. Aug. 13. Dasselbe bringt die die Reinigung und Salzwasserfüllung der aufgestellten Spucknäpfe betreffenden Bestimmungen in Erinnerung. „„ 14. Dasselbe genehmigt, daß am 18. September 1895 ein Fünfkampf der Schüler . der höheren Schulen auf dem Spielplatz Altaracker abgehalten werde.
„ Dec. 14. Dasselbe gibt Kenntnis von der Absicht der Behörde, für Lehrer Kurse über die erste Hülfeleistung bei Unglücksfällen abzuhalten und fordert auf, die Teilnehmer daran namhaft zu machen.
1896. Jan. 2. Dasselbe bestimmt unter Bezugnahme auf Verfügung Königlichen Provinzial- Schulkollegiums vom 20 December 1895, daß aus Anlaß der Ende September 1896 in Frankfurt stattfindenden 68. Versammlung deutscher Naturforscher die vierzehntägigen diesjährigen Herbstferien an den städtischen Schulen be- reits am 21. September beginnen.
„„ 2. Dasselbe teilt mit, daß durch Magistratsbeschluß vom 20. December 1895 für die höheren Schulen 50 volle und 50 halbe Freistellen vom 1. April 1896 ab zur Verfügung des Curatoriams der höheren Schulen bewilligt worden sind.
„„ 18. Dasselbe bestimmt, daß bei vorkommenden Bränden in den Schulgebäuden umgehend an die Stadtkämmerei, an die Baudeputation sowie an das Curatorium Anzeige zu erstatten und anzugeben ist, ob und inwieweit Immobilien oder Mobilien beschädigt worden sind.
III. Chronik der Schule.
Das Schuljahr begann am 22. April 1895 und schließt am 28. März 1896.
Der Geburtstag Seiner Majestät des Kaisers und Königs wurde am 27. Januar durch einen feierlichen Aktus in der Aula begangen. Die Festrede hielt der Oberlehrer Herr Heinrich Weiss.
Als vaterländische Gedenk- und Erinnerungstage wurden die Geburts- und Todestage Kaiser Wilhelms und Kaiser Friedrichs sowie der Sedantag begangen.
Am 18. Januar, dem fünfundzwanzigjährigen Gedenktage der Proklamierung des deutschen Reiches wurde den Schülern durch die Ordinarien die Bedeutung des Tages vorge- führt und daran eine Schulfeier in der Aula angeschlossen. Bei dieser Gelegenheit wurde gemäß Verfügung des Herrn Ministers den Schülern Karl Köbel(I') und Heinrich Walter(Il) als Anerkennung ihrer Leistungen und ihrer Haltung je eines von den der Anstalt zugewiesenen zwei Exemplaren des Werkes„Der Krieg gegen Frankreich und die Einigung Deutschlands“ von Theodor Lindner, für dessen Verbreitung in Schule und Heer Seine Majestät der Kaiser und König Allergnädigst einen Fond zu bewilligen geruhten, übergeben.
Der herkömmliche Frühlingsausfltug wurde am 9. Mai von sämtlichen Klassen unternommen.


