III. Chronik der Schule.
Das Schuljahr begann am 14. April 1890 und schließt am 21. Marz 1891.
Der Geburtstag Seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm II. wurde am 27. Januar qurch einen feierlichen Aktus in der Aula begangen. Die Festrede hielt der ordentliche Lehrer Herr Dr. Euler.
Als vaterländische Gedenk- und Erinnerungstage wurden die Geburts- und Todestage Seiner Hochseligen Majestäàt Kaiser Wilhems I. und Seiner Hochseligen Majestäàt Kaiser Friedrichs und der Sedanstag begangen.
Als besonderen Festtag beging die Schule den 26. Oktober, an welchem der General- Feldmarschall Graf von Moltke sein 90. Lebensjahr vollendete; die Ansprache an die Schüler bei der Schulfeier hielt der Direktor.
Der herkömmliche Frühlingsausflug wurde am 2. Mai von sämtlichen Klassen unter- nommen.
Der Hitze wegen wurde der Unterricht an zwei Nachmittagen ausgesetzt.
Drei Nachmittage wurden den Schülern zum Schlittschuhlaufen freigegeben.
Aus dem Lehrerkollegium schied zu unserem Bedauern mit Anfang des Schuljahrs der Oberlehrer Herr Lic. Dr. Eugen Kretzer, welcher von der Adlerflychtschule an die Humboldt- schule versetzt wurde.
Einen weiteren Verlust erlitt die Schule durch den am 9. April erfolgten Tod des seit langerer Zeit leidenden ordentlichen Lehrers Dr. Heinrich Hub. Sie bewahrt ihm ein pietät- volles Andenken.
Das Lehrerkollegium bestand im Schuljahre 1890/91 aus folgenden Mitgliedern: dem Direktor Dr. Emil Scholderer; den Oberlehrern Dr. Heinrich Reichenbach und Dr. Otto Rausen- berger; den ordentlichen wissenschaftlichen Lehrern Otto Morin, Dr. Wilhelm Schauf, Dr. Oskar Winneberger, Dr. Karl Gran, Heinrich Müller, Edmund Sittig und Dr. August Euler; dem ordentlichen Zeichenlehrer Hermann Ilein; den ordentlichen Elementarlehrern Friedrich Fertig, Wilhelm Pietzsch, Gustav Jasper und Peter Rodenbusch; den wissenschaftlichen Hilfslehrern Dr. Ferdinand Kuhl, Theodor Morin(mit voller Stundenzahl), Peter Schmittmann(4 Stunden), Sanders(14 Stunden) und Suabedissen(4 Stunden); außerdem erteilte der ordentliche Lehrer an der Musterschule Herr Heinrich Bernhard den Religionsunterricht in den 3 obersten Klassen, wofür ihm die Schule zu besonderem Danke verpflichtet ist. Während des Sommersemesters war endlich der Schulamtskandidat Bauer mit 2 Stunden wöchentlichen Unterrichtes an der Schule beschäftigt.
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