Jahrgang 
1883
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c. Grammatik. 1. Formenlehre. Im Sommer Repetition der starken und der schwachen Deklination. Deklination der Eigennamen; vom Verb; schwache Konjugation, Eigentümlichkeiten derselben! starke Konjugation; Imperativ und Particip; hierzu viele schriftliche Übungen, wobei haupt- sächlich auf die den Schülern dialektmäßig wenig geläufige Formation des Imperfekts zu sehen war. Die zusammengesetzten Zeitformen actionis perfectae. Das Passiv. 2. Syntax: Subjekt und Prädikat, Attribut, Objekt, Adverbiale Bestimmung mit Berücksichtigung des Französischen. Indikativ und Konjunktiv. Befestigung des Erlernten durch schriftliche Übungen. d. Aufsätze, deren wurden im Wintersemester 6 nach Form und Inhalt wohl vorbereiteter aungefertigt.

Französisch. 8 St. Dr. Hub. Sommer. In einem methodischen Vorbereitungskurs wurde(wesentlich mündlich und an der Wandtafel) an vielen Hunderten von ausgewählten Übungssätzen bis zur Sicherheit geübt: Die Aussprache der wichtigsten Vokale und Diphthonge (speziell: die e- und Nasallaute; Doppelkonsonanz; j, g. ch; der c-laut). Als grammatisches Pensum war damit verbunden und stufenmäßig eingefügt: Der bestimmte und unbestimmte Artikel; das Substantiv in allen 4 Fällen, die regelmäßige Pluralbildung und der Plural auf x; das Adjektiv in seiner Pluralbildung und Motion; vom Verbum zunächst nur die Präsentia von avoir und être in Verbindung mit dem Participe passé regelmäßiger und unregelmäßiger Verben; das persönliche verbundene Pronomen, das Possessiv- und Demonstrativpronomen; wichtige stets gebrauchte Präpositionen; die regelmäßige Wortstellung und die Fragebildung. Stetes Anhalten der Schüler zur selbständigen Bildung französischer Sätze. Winter(resp. nach den Sommer- ferien). Repetition und Erweiterung vorstehender Elemente im Anschluß an Plötz, Elementar- buch Lekt. 1 60. Jetzt auch schriftlich einigemal wöchentlich kleine Übungssätze als Haus- aufgabe mit Korrektur nach der Wandtafel; eine Arbeit wöchentlich ins Reinheft(vorzugsweise Klassenarbeiten). Seit Neujahr: Das Präsens der bekanntesten regelmäßigen Verben der sogenannten I., II. und IV. Konjugation, auch fragend und verneinend(ne plus, ne que, ne- jamais etc.) nebst Anwendung in Sätzen.

Geographie. 2 St. Pietzsch. a. Heimatskunde und Erläuterung der geo- graphischen Begriffe. Die Himmelsgegenden. Orientieren im Schulzimmer, im Schulhof (Zeichnung), Kompaß. Die Sonne und ihre scheinbare Bewegung, Anleitung zur Beobachtung. Der Mond. Die Sterne. Witterungserscheinungen. Umriß der Stadt(2. Zeichnung), ihre Hauptstraßen. Wasser und Fluß. Die Umgebung der Stadt und ihre Bodenbeschaffenheit; Garten, Feld, Wiese, Wald; Pflanzen und Tiere. Ortschaften in der Umgegend der Stadt; Land- straßen und Eisenbahnen(3. Zeichnung). Bodengestalt; Gebirge und Thäler. Zusammenstellung der nach und nach veranschaulichten Begriffe(das Wichtigste von Kirchhoff, Schulgeographie I, 1 31). Zuletzt Besprechung des Taunus, des Vogelsbergs, der Wetterau, des Spessarts, des Kinzigthals, des Odenwalds, des Donnersbergs, der Rheinebene. b. Globuslehre. Anknüpfend an die mit und von den Schülern angestellten Beobachtungen an Sonne, Mond und Sternen: die Erde als Himmelskörper, ihre Gestalt und Bewegung. Pol, Erdachse, Aequator, Parallelkreise und Meridiane. Zonen. Sonnen- und Mondfinsternisse(vgl. Kirchhoff, l. c. II, 32 45). c. Kurze Ubersicht der Länderkunde. Europa in orographischer und hydrographischer Hinsicht. Die Besprechung ging aus von der Heimat und knüpfte an das unter a. bezeichnete Pensum an. Fortwährende Übung im Orientieren in der Umgebung und auf der Karte.(Vgl. Kirchhoff III,

46 50 und 85 92). Adlerflychtschule 1883. 2