Jahrgang 
1930
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Krieges trat er als Kriegsfreiwilliger in das Heer ein und nahm vom 15. Dezember 1914 bis 30. November 1918 auf dem westlichen Kriegschauplatz an dem Weltkrieg teil, in dessen Verlaufe er zum Vizefeldwebel befördert und zum Offiziersaspiranten ernannt wurde. Nach Beendigung des Krieges setzte er in Frankfurt a] M. sein Studium fort und bestand nach weiteren 8 Semestern am 13. Januar 1922 das Staatsexamen in Französisch und Geschichte für Oberstufe und Englisch für Mittelstufe. Durch die damals einsetzende Inflation und die schlechten Anstellungsaussichten im höheren Lehrberufe wurde er dann gezwungen, sich für einige Jahre dem Bankfache zuzuwenden. Auf eigenen Wunsch verließ er aber wieder im Oktober 1925 seine Stellung im Bank- berufe, um zunächst an der Privatschule in Frankfurt a Main-Sachsenhausen als Lehrer für Französisch und Englisch zu wirken. Von Ostern 1926 bis Ostern 1928 war er als Studienreferendar im Vorbereitungsdienste, zunächst in der Helmholtz-Oberreal- schule, dann an der Liebig-Oberrealschule in Frankfurt a M. Am 22. März 1928 bestand er die pädagogische Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen. Nach einjähriger Beschäftigung am Lyzeum Rinteln ist er seit Ostern 1929 an unserer Anstalt tätig.

St.-Ass. Dr. Alfred Bein, geb. am 20. September 1898 zu Frankfurt a,M., besuchte daselbst die Adlerflycht-Realschule und die Klinger-Oberrealschule, an der er am 20. Februar 1917 die Reifeprüfung ablegte. Alsdann studierte er neuere Sprachen und Deutsch an der Universität zu Frankfurt a] M., promovierte dort am 4. Juni 1923 mit einer sprachgeographischen Arbeit:Zeit- und Ortsadverb in den neufranzösischen Nundarten, und bestand am 6. Februar 1925 die Prüfung für das höhere Lebramt. Von Ostern 1923 bis Ostern 1925 war er an einer höheren Privatschule zu Frankfurt a/ M. tätig. Die beiden Referendarjahre verbrachte er in Frankfurt a]M. an der Helmholtz- Oberrealschule, dem Kaiser Wilhelm-Gymnasium und der Klinger-Oberrealschule. Nach bestandener pädagogischer Prüfung wurde er nach Arolsen versetzt, wo er bis Ostern 1020 am Reformrealgymnasium tätig war.

Der Gesundheitszustand des Lehrerkollegiums war bis auf zwei ernstere Erkran- kungsfälle während des Berichtsjahres im allgemeinen gut. Krankheitshalber fehlten S.-R. Ulrich 4 Tage, S.-R. Lützen 2 Tage, S.-R. Hindenlang 68 Tage, S.-R. O. Engelhardt 18 Tage, S.-R. Rieß Tag, O.-L. B. Engelhardt 1 Tag, O.-L. Metz 15 Tage und S.-A. Halin 3 Tage. Die notwendigen Vertretungen wurden durch das Kollegium geleistet, auch während der Tage, in denen Beurlaubung von Lehrern zu Studienfahrten usw. stattgefunden haben.

b) Der Name und die Obliegenheiten des Oberstudienrats: Die Besetzung der Stelle ist auch im Berichtsjahre noch nicht erfolgt.

c) Die Mitglieder des Lehrerausschusses: Die Studienräte Ulrich, Schütrumpf und Kraft.