Jahrgang 
1902
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19. Oktober. U-M. Aufnahme der Witterungskunde in den Unterrichtsplan der

höheren Lehranstalten.

26. Oktober. U.-M. Bestimmungen über die Versetzung der Schüler an den höheren Lehranstalten(s. unt.).

30. Oktober. U.-M. Bestimmungen über die Schlussprüfungen an den sechs- stufigen höheren Schulen(s. unt.).

1. November. U.-M. Übersendung derOrdnung der Reifeprüfung an den neun- stufigen höheren Schulen.

9. Dezember. U.-M. Bestimmungen über die Fassung der Abgangszeugnisse.

24. Dezember. P. S. K. Ausführungsbestimmungen über die Schlussprüfung an sechsstufigen höheren Schulen.

1902. 17. Februar. U.-M. Genehmigung zur Eröffnung der Gymnasial-Obersekunda zu

Ostern 1902.

III. Chronik.

Zum Bericht über das vorige Schuljahr ist noch nachzutragen, dass am 25. März Seine Excellenz der Herr Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau Graf von Zedlitz-Trützschler bei seiner Anwesenheit in der Stadt Eschwege auch die Friedrich- Wilhelms-Schule besuchte, die Räumlichkeiten derselben in Augenschein nahm und in mehreren Klassen dem Unterricht beiwohnte.

Mit dem Beginn des neuen Schuljahres 1901, das am 16. April eröffnet wurde, trat der bisherige wissenschaftliche Hülfslehrer Güngerich als Oberlehrer definitiv in den

Lehrkörper der Anstalt ein.

Rudolf Güngerich, geboren am I1. Juli 1861 zu Hohensolms, Sohn eines verstorbenen Gutspächters, besuchte das Realgymnasium zu Darmstadt und studierte auf den Universitäten Berlin und Marburg neuere Sprachen und Germanistikc. Nachdem er im Dezember 1894 in Marburg die Staatsprüfung bestanden, hielt er sich mehrere Monate in London auf Das Seminarjahr leistete er seit Mich. 1895 in Cassel ab, die erste Hälfte seines Probe- jahrs an der dortigen Realschule, während er für die zweite Hälfte nach Paris beurlaubt wurde. Seitdem an dem Realgymnasium und dem Königlichen Wilhelms-Gymnasium zu Cassel beschäftigt, trat er Mich. 1899 in das Lehrer- kollegium der hiesigen Friedrich-Wilhelms-Schule ein.

Oberlehrer Dr. Ritter war vom 24. Juni ab zu einer 6wöchentlichen militärischen UÜbung einberufen.

Am 26. und 27. Juni fand die Turnfahrt statt. Die beiden Untersekunden be- suchten an diesen Tagen den Südharz(Herzberg, Lauterberg., Knollen, Ravenskopf, Stöberhai, Walkenried). Ihr Nachtquartier schlugen sie in Lauterberg auf. Die übrigen Klassen führten am 27. Juni die geplanten Ausflüge aus: Die Obertertien nach Eisenach (Kolonialausstellung, Wartburg, Hohe Sonne), die Untertertien und die Gymnasialquarta nach dem Rosskopf, die Realquarta und Gymnasialquinta nach dem Hanstein, die Real- quinta nach dem Altenstein, die Sexten und die erste Vorschulklasse über Wanfried nach dem Hülfensberg, wo sie mit den übrigen Vorschülern zusammentrafen, die mit der Eisen- bahn dorthin gelangt waren.

Am Johannisfeste, das am 6. und 7. Juli stattfand, beteiligten sich die Schüler in der üblichen Weise.

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