3. Ubersicht der im Schuljahr 189697 erledigten Lehraufgaben.
Gymnasial-Untersekunda. Klassenlehrer: Oberlehrer Stendell.
Religion,. 2 Std. vereint mit II rg. Geschichte des Reiches Gottes im Alten und Neuen Bunde, Lektüre des Matthäusevangeliums. Wiederholung des Katechismus, von Sprüchen, Liedern und Psalmen. Voigt.
Deutsch, 3 Std. vereint mit II rg. Lesen: Die Ingfen von Orleans, Minna von Barnhelm, Hermann und Dorothea; Wiederholung früherer Lehraufgaben, besonders Schillers Gedichte. Gelernt: Stellen aus der Jungfrau von Orleans und Hermann und Dorothea, früher gelernte Gedichte wiederholt. Schillers, Goethes und Lessings Leben. Schülervorträge. Aufsatzübungen. Arndt.
Aufsätze: 1I. Was erfahren wir aus dem Prolog zur„Jungfrau von Orleans“? 2. Wie zeigt sich der Einfluss der geographischen Lage Deutschlands in seiner Geschichte? 3. Welche Bedeutung hat das griechische Theater in Schillers Ballade„Die Kraniche des Jbykus“? 4. Ursachen der französischen Revolution (Klass.). 5. Der Jüngling in Schillers Ballade„Der Taucher““. 6. Die Stufen der Haupthandlung i in Lessings Drama„Minna von Barnhelm“. 7. Epaminondas und Gustav Adolf. 8. Wie stellt sich in Goethes Epos „Hermann und Dorothea“ die französische Revolution dar? 9². Welchen Zweck erfüllt die versuchende Rede des Pfarrers am Schlusse von Goethes„Hermann nnd Dorothea“ d 10 Riccaut, ein Gegenbild Tellheims in Lessings„Minna von Barnhelm“(Klass.) I1. Der Kampf mit dem Drachen in Schillers gleichnamiger Ballade ein doppelter. 5
Aufgaben für die Reifeprüfung: 1I. Herbst 1896: Ursachen der französischen Revolution. 2. Ostern 1897: Riccaut, ein Gegenbild Tellheims in Lessings„Minna von Barnhelm.“
Lateinisch, 7 Std. Abschluss und Wiederholung der Syntax, wöchentlich Exerzitien und Extemporalien. Cic. Cat. mai.; Liv XXII(m. Ausw.); Verg. Aen. IV u. V (m. Ausw.) Stendell.
Griechisch, 6 Std. Syntax des Nomens, Hauptregeln der Tempus- und Modus- lehre, zweiwöchentlich eine schriftliche Arbeit. Xenophon Anab. IV— VI(Ausw.), Homer Od. I. V—IX(m. Ausw.) Stendell.
Französisch, 3 Std. Grammatik: Beendigung der gram. Lehraufgabe und Wieder- holung der früheren. Gelesen wurde Thiers, Expéd. d'Egypte. Gelernt wurden einzelne Gedichte. Erweiterung des Wortschatzes. Schriftl. und mündl. Ubersetzungen, abwechselnd Haus- und Klassenarbeiten. Sprechübungen. Orth.
Geschichte, 2 Std. vereint mit II rg. Deutsche und preussische Geschichte von 1740 bis zur Gegenwart, ausserdeutsche Geschichte, soweit sie zum Verständnis der deutschen notwendig ist. Stendell.
Erdkunde, 1 Std. vereint mit II rg. Europa, besonders die ausserdeutschen Länder, Einiges aus der mathematischen Erdkunde. Stendell.
Mathematik, 4 Std. Kreisberechnung. Konstruktionsaufgaben.— Gleichungen II. Grades mit einer Unbekannten. Potenzen und Wurzeln, auch mit gebrochenen und negativen Exponenten; Logarithmen.— Trigonometrische Funktionen und Berechnung des rechtwinkligen und gleichschenkligen Dreiecks. Berechnung der Kantenlängen, Inhalte und
Oberflächen der einfachen Körper. Pontani. Aufgaben für die Reifeprüfung Ostern 1897: 1) Von einem rechtwinkligen Dreieck ist die Hypotenuse um 3 cm grösser, als die grössere Kathete, und diese wieder um 3 em grösser, als die kleinere Kathete. Wie gross sind die Seiten des Dreiecks? 2) Ein Trapez zu zeichnen, von dem gegeben


