Jahrgang 
1888
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B. Für das physikalische Kabinet wurde angeschafft: Dynamomaschine mit Gestell und Nebenapparaten, selbstthätigem Bogenlichtregulator, Kohlen dazu, Stöpselumschalter für drei Stück Lampen, 3 Stück Glühlampen und abgepassten Widerständen; ferner ein kleiner Dynamomotor mit Siemens'schem Cylinder.

C. Für die naturwissenschaftlichen Sammlungen schenkte der Quintaner Gerth einen ausgestopften Reiher.

Allen freundlichen Gebern spricht der Unterzeichnete auch an dieser Stelle den wärmsten Dank aus!

VI. Stiftungen und Unterstützungen von Schülern.

Das Schulgeld war ganz erlassen 7 Schülern, zur Hälfte 5 Schülern. Die Summe des erlassenen Schulgeldes betrug 791,25 M.

Besondere Stiftungen zu Gunsten unbemittelter Schüler hat die Anstalt nicht; ein Versuch des Lehrerkollegiums, durch öffentliche Vorträge ein Schülerstipendium zu begründen, ist gescheitert.

VII. Mitteilungen an die Schüler und an deren Pltern.

Wiederholt laut gewordene Klagen, dass die Schüler unserer Anstalt nicht schnell genug zum Ziele kämen, veranlassen mich zu folgenden Bemerkungen. 1) Nach den amtlichen Berichten betrug das Durchschnittsalter am 1. Febr. 1887 in Ia Ib IIa IlIb IIIa IIIb IV V VI am Gymnasium zu Kassel 19,1. 18,9. 17,5. 16,3. 15,5. 13,5. 12,7. 11,5. 10,1.

. Marburg 19,5. 18,5. 17,9. 16,5. 15,5. 14,0. 13,1. 12,1. 10,7. Hanau 19,3. 18,9. 18,7. 16,4. 15,6. 14,4, 12,9. 11,7. 10,5. 8. Rinteln 19,5. 20,0. 18.7. 17,0. 15,3. 14,5. 13,7. 11,7. 11,3. . Fulda 19,6. 19,0. 18,5. 17,4. 16,1. 14.9. 13,2. 12,2. 10,9. Hersfeld 19,6. 19,1. 18,0. 17,0. 15,7. 14,1. 13,5. 12,0. 11,2. Also im Durchschnitt 19,5. 19,0. 18,2. 17,6. 15,6. 14,3. 13;2. 11,9. 10,8. in Eschwege(Progymnasiuun) 16,2. 16,1. 15,1. 13,6. 12,5. 11,5. 10,5.

2) Nicht wenige Schüler werden während der Sommermonate durch Teilnahme an Ver- gnügungen von pflichtmässiger Erledigung ihrer Schulaufgaben so oft abgehalten, dass es später trotz allem Fleisse nicht mehr möglich ist, das Versäumte nachzuholen.

3) Die Vorschule wird zu wenig benutzt, obgleich sie, weil sie von vornherein auf den späteren fremdsprachlichen Unterricht Rücksicht nimmt, den Kindern ihr Fortkommen auch in den weiteren Klassen wesentlich erleichtert.

Stadt die Bibliothek der Friedrich-Wilhelms-Realschule die naturgemässe Sammelstelle solcher Schriften sei, an welcher alle Freunde der vaterländischen und Lokalgeschichte(nicht etwa nur die Angehörigen der Schule) das Weseutlichste für ihre Studien zusammenfänden. Die bezüglichen Schriften sind aber naturgemäss nur selten im Buchhandel zu haben, und darum sind wir bei ihrer Sammlung vor Allem auf Geschenke angewiesen. Wo wir persönlich anfragen konnten, ist man uns mit dankenswerter Bereitwilligkeit entgegengekommen. Gewiss aber sind unter denjenigen, welche diese Zeilen lesen, noch Viele, welche im stande sind unsere Bestrebungen zu unterstützen. Auch das Kleinste, das in der Vereinzelung wertlos ist und unbeachtet dem Staub und Moder verfallen müsste, kann hier eine wertvolle Ergänzung bedeuten. Darum richten wir an Alle, welche im Besitze solcher Schriften sind, die berzliche Bitte, uns dieselben, so unbedeutend sie auch zu sein scheinen, zu überweisen.