Jahrgang 
1911
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b) katholiſche:(3 St.).(2 St. vereinigt mit IV.) Beichtunterricht. Belehrung über das Gottes haus, den Gottesdienſt und die heiligen Zeiten. Kirchenlieder. Görg. Deutſch(3 St.): Leſen und Erklären poetiſcher und proſaiſcher Leſeſtücke aus Hopf und Paulſiek; Wiedererzählen des Geleſenen; Deklamationen. Einfacher und erweiterter Satz. Deklination der Subſtantiva, Adjektiva und Pronomina. Starke und ſchwache Konjugation. Rechtſchreibeübungen in wöchentlichen Diktaten; orthographiſche Regeln nach dem amtlichen Regelbuch(bis§ 26) Kraemer. Geſchichtserzählungen(1 St.): Lebensbilder aus der vaterländiſchen Geſchichte. Von Pfingſten bis Johanni: Kraemer, in der übrigen Zeit: Altenburg. Latein(8 St.): Die regelmäßige Formenlehre(mit Ausſchluß der Deponentia). Ueberſetzung aus Oſtermann⸗Müller, Uebungsbuch für Sexta. Zuſammenhängende Leſeſtücke. 32 ſchriftliche Arbeiten (abwechſelnd Haus⸗ und Klaſſenarbeiten). Kraemer. Erdkunde(2 St.). Geopraphiſche Vorbegriffe in Anlehnung an die nächſte Umgebung. Heimats kunde, Anleitung zum Verſtändnis des Reliefs, des Globus und der Karten. Deutſchland und die fünf Erdteile im allgemeinen. Altenburg. Rechnen(4 St.). Die vier Spezies mit ganzen unbenannten und benannten Zahlen. Die eſcen Maße, Gewichte und Münzen nebſt Uebungen in der dezimalen Schreibweiſe und den ein fachſten dezimalen Rechnungen. Vorbereitung der Bruchrechnung. Höfer

Naturgeſchichte(2 St.). Im Sommer: Botanik. Anleitung zur Beſchreibung einheimiſcher Pflanzen. Im Winter: Zoologie. Beſchreibung wichtiger Säugetiere und Vögel in Bezug auf äußere Merkmale und auf charakteriſtiſche Einzelheiten des Knochenbaues(nach vorhandenen Exemplaren und Abbildungen) nebſt Mitteilungen über ihre Lebensweiſe, ihren Nutzen und Schaden. Uebungen im einfachen ſchematiſchen Zeichnen des Beobachteten. George.

4. Techniſeher Unterricht.

A. Turnen.

Es beſtanden 5 Abteilungen(je 3 St.). Während des Sommers wurden die Turnſtunden, wenn es die Witterung erlaubte, auf dem 10 Minuten vom Gymnaſium entfernten, etwa 7500 qm großen, von der Stadt gepachteten Spielplatz abgehalten, mit volkstümlichen Uebungen(Freihoch-, Freiweit⸗, Drei⸗ und Stabſprung, Wettlaufen, Lanzen-, Diskus⸗ und Schleuderballwerfen, Kugelſtoßen und ſchocken), ſowie Turnſpielen(Barlauf f, Schlag⸗, Schleuder⸗, Fauſt⸗, Feld⸗, Fußball u a.). Auch für Ordnungsübungen in militäriſcher Form bot die Fläche Gelegenheit. Im Winter trat das Turnen in der Halle in den V Bordergrund; doch wurden auf dem Hofe einzelne Spiele, wie Barlauf, Fauſtball und Grenzball geübt. In der Halle wurden udaaten Frel⸗, Eiſenſtab- und Hantel⸗ übungen vorgenommen und, vom Leichten zum Schweren fortſchreitend, alle Geräte in den Uebungs kreis gezogen.

Vom Turnunterricht waren auf Grund ärztlichen Zeugniſſes befreit im Sommer 21(von der Geſamtzahl 9%), im Winter 25(10,7 /%).

Gelegenheit zum Baden iſt den Schülern in der Schramm'ſchen Flußbadeanſtalt, zum Schlitt⸗ ſchuhlaufen auf der ſtädtiſchen Eisbahn geboten. Höfer und Weis.

B. Geſang.

VI und W kombiniert(2 St.). Das Wichtigſte aus der allgemeinen Geſanglehre. Melodiſche, rythmiſche und dynamiſche Uebungen. Choräle. Ein⸗ und mehrſtimmige geiſtliche, Volks⸗ und Vaterlandslieder im Chor⸗ und Einzelgeſang. Höfer.

Chorgeſang. Alle Klaſſen komb.(3 St.). Choräle, geiſtliche Lieder, Motetten, Volks⸗, Kunſt⸗ und patriotiſche Geſänge. Der Tenor und Baß, ſowie der Sopran und Alt haben wöchentlich je eine Geſangſtunde zur Vorbereitung für den Chorgeſang. Höfer.