Jahrgang 
1905
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III. Auszüge aus den Verfügungen der vorgeſetzten Behörden.

21. April 1904. S. 3171. Der Lehrer A. Höfer von Straßebersbach wird mit der kommiſeariſchen Verſehung einer erledigten Elementarlehrerſtelle beauftragt.

26. Mai 1904. S. 5051(Miniſt.-Erl. vom 17. Mai, U Il Nr. 11390). Die Anſtalt wird als Gymnaſium mit Erſatzunterricht anerkannt.

29. Juni 1904. S. 6369. Die Lieferung der für die Heizung der Anſtaltsräume erforderlichen Kohlen ſoll nach öffentlicher Ausbietung nur auf Grund eines ſchriftlich abgeſchloſſenen Ver trags vergeben werden.

14. Dezember 1904. S. 11417. Herr A. Höfer wird definitiv als Lehrer a. G. angeſtellt.

22. Dezember 1904. S. 8944. Herr Profeſſor Hartwig wird in gleicher Eigenſchaft an das Real⸗ gymnaſium zu Wiesbaden verſetzt.

31. Januar 1905. S. 894. Der Beginn der Sommer⸗ und Herbſtferien wird für dieſes Jahr um 8 Tage hinausgeſchoben(auf 8. Juli bezw. 30. September).

13. März 1905. S. 969 ². Der Herr Miniſter genehmigt, daß von Oſtern d. J. ab im griechiſchen Unterrichte der Klaſſen IIB und IIA der dritte Teil des Elementarbuchs von P. Weſener in Gebrauch genommen werde.

IV. Chronik des Gymnaſiums.

Das Schuljahr begann Montag, den 11. April mit der Aufnahmeprüfung. Der Unterricht nahm am Dienstag, den 12. April ſeinen Anfang.

Zur Vertretung eines erkrankten Lehrers war der Anſtalt überwieſen: der Kandidat Heyfelder für das erſte Vierteljahr. Außerdem trat in das Lehrerkollegium ein der Schulamtskandidat Röleke zur Verſehung der durch den Weggang des Lehrers Maurer erledigten Elementarlehrerſtelle für das 1. Vierteljahr.

Die ſchriftliche Prüfung der Schüler der IIB, die an dem Erſatzunterrichte für das Griechiſche teilgenommen haben, fand am 15. und 16. April, die mündliche Prüfung am 19. April unter dem Vorſitze des Königlichen Kommiſſars, Herrn Geheimrat Dr. Paehler, ſtatt.

Am 10. Juni unternahmen die einzelnen Klaſſen Ausflüge nach dem Weſterwald, Marburg, Laasphe, Saalburg, Drachenfels und Koblenz, Braunfels, Hohlenfels und Schaumburg.

Die Pfingſtferien dauerten vom 22. bis 26. Mai.

Die patriotiſchen Gedenktage an die beiden erſten Kaiſer Wilhelm J. und Friedrich Ill. (15. Juni, 18. Oktober, 9. März und 22. März) wurden in den einzelnen Klaſſen begangen.

Die Sommerferien dauerten vom 3. Juli bis 1. Auguſt.

Am 1. Auguſt trat der mit der kommiſeariſchen Verſehung der erledigten Elementarlehrer⸗ ſtelle beauftragte Lehrer Höfer') ſeinen Dienſt an. Er wurde durch Verfügung Königlichen Provinzial⸗ Schulkollegiums vom 14. Dezember 1904, J.-Nr. S. 11417, zum Lehrer a. G. ernannt.

Der Sedantag wurde durch eine aus Deklamation, Geſängen und der Rede eines Schülers beſtehende Schulfeier begangen, der ſich am Nachmittag eine geſellige Zuſammenkunft im Walde (Kaiſerlinde) anſchloß.