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Einfacher und erweiterter Satz. Deklination der Subſtantiva, Adjektiva und Pronomina. Starke und ſchwache Konjugation. Geſchichtserzählungen(1 St.) Lebensbilder aus der Vaterländiſchen
Geſchichte. Bellgard. Latein(8 St.) Die regelmäßige Formenlehre mit Ausſchluß der Deponentia. Ueberſetzungen aus Oſtermann⸗Müller, Uebungsbuch für Sexta. Wöchentliche Extemporalien. Bellgard.
Erdkunde(2 St.) Geographiſche Vorbegriffe in Anlehnung an die nächſte Umgebung. Heimats⸗ kunde, Anleitung zum Verſtändnis des Reliefs, des Globus und der Karten. Europa im all— gemeinen. Zülch.
Rechnen(4 St.) Die vier Spezies mit ganzen Zahlen, unbenannten und benannten. Die deutſchen Maße, Gewichte und Münzen nebſt Uebungen in der dezimalen Schreibweiſe und den einfachſten dezimalen Rechnungen. Vorbereitung der Bruchrechnung. 1 Höfer.
Naturgeſchichte(2 St.) Im Sommer: Botanik. Anleitung zur Beſchreibung einheimiſcher Pflanzen. Im Winter: Zoologie. Beſchreibung wichtiger Säugetiere und Vögel in Bezug auf äußere Merkmale und auf charakteriſtiſche Einzelheiten des Knochenbaues(nach vorhandenen Exemplaren und Abbildungen) nebſt Mitteilungen über ihre Lebensweiſe, ihren Nutzen und Schaden. — Uebungen im einfachen ſchematiſchen Zeichnen des Beobachteten. Höfer.
Techniſcher Unterricht.
A. Turnen.
Es beſtanden 4 Abteilungen(je 3 St.) Während des Sommers wurden die Turnſtunden, wenn es die Witterung erlaubte, auf dem 10 Minuten vom Gymnaſium entfernten, etwa 7500 qm großen, von der Stadt gepachteten Spielplatz abgehalten, mit volkstümlichen Uebungen(Freihoch⸗, Weithoch⸗, Freiweit⸗, Drei⸗ und Stabſprung, Wettlauf, Lanzen⸗, Diskus⸗ und Schleuderballwerfen, Kugelſtoßen und ſchocken), ſowie Turnſpielen(Barlauf, Schlag-, Schleuder-, Fauſt⸗, Fußball u. a.) Auch für Ordnungsübungen in militäriſcher Form bot die Fläche günſtige Gelegenheit.— Im Winter trat das Turnen in der Halle in den Vordergrund; doch wurden auf dem Hofe einzelne Spiele, wie Barlauf, Fauſtball und Grenzball, geübt. In der Halle wurden Ordnungs-, Frei⸗, Eiſenſtab⸗ und Hantelübungen vorgenommen und, vom Leichten zum Schweren fortſchreitend, alle Geräte in den Uebungskreis gezogen.
Der„Turnverein“, dem Schüler der Prima, Sekunda und Tertia angehören, hält wöchentlich ſeine regelmäßigen Uebungen. Die Leitung des Vereins iſt einem von den Mitgliedern ſelbſt ge⸗ wählten Schüler der Oberklaſſen übertragen.—
Dispenſationen: Vom Unterricht überhaupt. Von einzelnen Uebungen.
Sommer Glinter Sommer Tlinter 1. Quart 2. Quart. 3. Quart. 4. Quart. Auf Grund ärztlichen Zeugniſſes.... 17 21 24 42 3 3 Aus anderen Gründen......————— zuſammen.. 17 21 24 42 3 3 Von der Geſamtzahl der Schüler.... 7,9% 9,7% 11,1% 19,4% 1,3% 1,3%.
Gelegenheit zum Baden iſt den Schülern in der Schrammſchen Fluß⸗Badeanſtalt, zum Schlittſchuhlaufen auf der ſtädtiſchen Eisbahn geboten. Höfer.


