Secunda 1.
Ordinarius: Oberlehrer Professor Hetzel.
Religion.(2 St.), a. evangelische. Kirchengeschichte nach Noack. Eichhoff. b. katholische. Sittenlehre im allgemeinen und Kirchengeschichte I. und II. Zeit- raum, mit IIz. kombiniert, wöchentlich 2 Stunden. Bölke, Pfarrer. Deutsch.(2 St.)(komb. mit II2.) Lektüre:(im Sommer): Schillers„Jungfrau von Orleans“. Wiederholung früher gelernter Gedichte. Belehrung über die Entwicklung der deutschen Sprache. Orthographie.
Die Themata der deutschen Aufsätze waren im Sommer: 1) Inhalt des Prologs zur„Jungfrau von Orleans.“ 2) Einnahme von Capua.(Nach Livius). 3)(Obersec.): Nichtswürdig ist die Nation, die nicht ihr Alles freudig setzt an ihre Ehre.(Klassenarbeit.) 4)(Untersec): Wie gewinnt Schiller in seiner„Jungfrau von Orleans“ unsere
Teilnahme für König Karl?(Klassenarbeit). Loeber.
Lektüre:(im Winter): Schillers„Tell.“ Das Nibelungenlied. Ausgewählte Gedichte Schillers. Einige Gedichte wurden auswendig gelernt, bezw. wiederholt. Besprechung wichtiger Regeln der deutschen Grammatik. Aufsätze.
Die Themata der deutschen Aufsätze waren im Winter: 1) Charakteristik des Ritters in Schillers„Kampf mit dem Drachen.“ 2) Gliederung und Gedankengang der Rütli-Scene in Schillers„Tell“(Klassenarbeit). 3) Ariovist. 4) Markgraf Rüdiger von Bechlarn. 5) Schilderung der Zustände auf Ithaka.(Nach Hom. 0d. I. und II.) 6 a.)(Obersec.): Die Bedeutung der Perserkriege(Klassenarbeit). b.)(Untersec.): Gedankengang in Schillers Siegesfest(Klassenarbeit). Kegel.
Latein.(8 St.) Lektüre: Liv. XXIII und XXIV, 1—20;(ic. orat. pro lege Manilia und pro Milone; Vergil. Aen. VI, VII und teilweise VIII.(6 St.)
Grammatik und Stilistik: Mustersätze über Grammatisches und Stilistisches, zum Teil memoriert. Exercitien aus Süpfle und Extemp. nach Diktaten wöchentlich wechselnd. Dies gemeinsam mit II, 2.(2 St.) Obersecunda außerdem Aufsätze.
Die Themata der Aufsätze waren: I) De L. Lucullo belli Mithridatici imperatore. 2) Quibus argumentis ii usi esse videantur, qui belli Mithridatici imperium ad Cn. Pompeium deferendum esse negaverunt. 3) De P. Clodio et T. Milone narratio. 3 Griechisch.(7 St.) Grammatik: Wiederholungen aus der Formenlehre. Syntax: Artikel, Pronomina, Casuslehre, Tempora und Modi. Mündl. und schriftl. UÜbersetzungsübungen (nach Böhme). Alle 2—3 Wochen eine schriftl. Arbeit, abwechselnd domest. und schol. Grammatik von Curtius.(2 St.)
Lektüre: Herodot, VII, 26— Schluß und VIII, 1— 37.— Lysias Reden für Mantitheos, für den Gebrechlichen, Verteidigung gegen die Anklage wegen Umsturzes der demokratischen Verfassung, über den Olbaum.(3 St.) Homer, Od. I- XII; ausgewählte Stellen aus den übrigen Gesängen. Ausgewählte Stellen wurden gelernt.(2 St.)
Kegel. Französisch.(2 St.) Plötz, Schulgrammatik: Lekt. 24— 49, 61— 67. Toepfer: Genevoises. Alle 14 Tage ein Exercitium oder Extemporale. Spilling.
Hebräisch.(2. St.)(komb. mit IIz.) Das Wichtigste aus der Elementarlehre, Flexion der starken Verbalwurzeln. Ubersetzung(mündl. und schriftl.) der entspr. Stücke in Seffer's Elementarbuch. Kegel.


