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Latein.(10 St.) Gelesen im Sommer Cic. de imperio Cn. Pompei, in Caecilium, in Catilinam IV., privatim Liv. I., Vergil. Aen. I. und Anf. von II.; im Winter Liv. III., Vergil. Aen. II. u. III., privatim Cic. Cato und Laelius.(7 St.)— Grammatische Repetitionen, münqdl. stilist. Uebungen, Sprechübung im Anschluss an die Lectüre; Exercitien und Extemporalien wöchentlich wech- selnd.(3 St.)— Obersecunda erhielt Anleitung zum latein. Aufsatz.*)— Memorirt wurden wöchentlich 8— 10 Verse und eine Stelle in Prosa. Hetzel.
Griechisch.(6 St.) Grammatik: Wiederholung der Formenlehre. Artikel. Pronomina. Casus- lehre. Tempora und Modi.— Mündliche und schriftliche Uebersetzungsübungen(nach Boehme), alle 14 Tage ein Exercitium, abwechselnd dom. und scholast.— Grammatik von Curtius.(2 St.)
Lectüre: Im Sommer: Ausgewählte Stellen aus Xenoph. Cyrop.— Im Winter: Herodot, lib. IX.(grösstenteils) und Lysias, orat. in Eratosth.(2 St.) Homer: Odyssee IV(Schluss), V, VII, XVIII wurden in der Classe gelesen, IX, X, XIII, XIVY, XV, XVI, XXI, XXII(Anfang) privatim. Ausgewäühlte Stellen wurden memorirt.(2 St.) Kegel, Oberlehrer.
Französisch.(2 St.) Michaud, Histoire de la troisiéme Croisade I—IV.— Syntax des Artikels, Vergleichungssätze, Stellung des Adjectivs.— Ploetz, Schulgrammatik.— Mündliche Uebun- gen.— Alle 14 Tage ein Exercitium oder Extemporale. Bielefeld.
Geschichte und Geographie.(3 St.) Geschichte der Römer nach Pütz. Repetitionen.
Amerika und Australien nach Daniel. Repetition der Geographie Europas. Dr. Braun, Gymnasiallehrer.
Mathematik.(4 St.) Planimetrie: Wiederholung des Pensums der Obertertia; Achnlichkeit und Inhaltsberechnung der Figuren. Uebungsaufgaben. Arithmetik: Potenzen, Wurzeln, Loga- rithmen, leichtere Gleichungen des 1. und 2. Grades mit 1 und 2 Unbekannten. Trigonometrie: Fundamental-Sätze und leichtere Aufgaben. Nach Koppe und Bardey. Kuhse.
Physik.(1 St.) Allgemeine Eigenschaften der Körper. Einiges aus der elementaren Statik und Mechanik, sowie aus der Lehre von der statischen Electricität. Nach Koppe. Kuhse.
Gesang.(2 St.) Combinirt mit I. Vogt.
3. Welche Eigenschaften erkennt Cicero dem Pompejus in seiner Rede für die Manilische Bill zu? 4. Bescheiden- heit eine Zierde der Jugend.(Klassenarbeit.) 5. Es kann die Lust der goldenen Ernte im Sonnenbrande nur ge- deihen und nur in seinem Blute lernte der Kämpfer frei und stolz zu sein.(Hölderlin„das Schicksal“.) 6. Wer zu bereuen nicht errötet, wird sich Reue nie ersparen.(Schillers Don Carlos.) 7. Der Ideengehalt des Spaziergangs von Schiller verglichen mit dem des eleusischen Festes von demselben Dichter.(Klassenarbeit.) S. Würdigung des Zürchersee von Klopstock. 9. Lockte die Neugier nicht den Menschen mit heftigen Reizen, sagt! erführ er wohl je, wie schön sich die weltlichen Dinge gegeneinander verhalten?(Goethes Hermann und Dorothea I, 88— 90.) 10. Durch welche Umstände werden die Hauptwendungen in der Handlung von Goethe's Hermann und Dorothea herbeigeführt? (Klassenaufsatz.) Secunda b: 1. Characteristik des Knappen in Schillers Taucher. 2. Inwiefern ist der Drachen- töter in Schillers Kampf mit dem Drachen das Ideal eines mittelalterlichen Rittermönches? 3. Welche Eigenschaften erkennt Cicero dem Pompejus in seiner Rede für die Manilische Bill zu? 4. Rom ist nicht in einem Tag erbaut. (Klassenarbeit.) 5. Doch mit des Geschickes Mächten ist kein ewiger Bund zu flechten und das Unglück schreitet schnell.(Schillers Glocke.) 6. Schillers Graf von Habsburg verglichen mit Uhlands Sängers Fluch. 7. Gedanken- gang in Schillers Spaziergang.(Klassenarbeit.) 8. Würdigung des Zürchersee von Klopstock. 9. Bedeutung des vierten Gesangs in Goethes Hermann und Dorothea. 10. Schilderung des Besitztums des Wirts zum goldenen Löwen in Goethe's Hermann und Dorothea.(Klassenarbeit.)
*) Themata der lateinischen Aufsätze: 1. Cur M. Tullius Cicero eam legem, qua Cn. Pompeio bellum Mithridaticum committebatur, suaserit? 2. De Alba Longa a Romanis deleta. 3. Quo in statu res Romanae ante legem Terentiliam fuerint? 4. De singulari L. Quinctii Cincinnati virtute.


