Jahrgang 
1868
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5) Engliſche Sprache.

Unter- und Obertertia real. Abth. wöch. 3 St. Die Aufgaben aus Plate's Grammatik 40 bis zu Ende wur- den übersetzt. Lectüre: Aus Lüdecking's englischem Lesebuch Theil I. Auswahl aus den Lesestücken. Exer- citien. Clauder.

B. Sachunterricht. 1) Neligion. a. eVangelischer Religionsunterricht.

Sexta, wöch. 3 St. Biblische Geschichte des alten Testamentes bis zur Theilung des jüdischen Reiches; vor den Hauptfesten die betreffenden Geschichten des neuen Testamentes.

Katechismus: Dasein, Wesen und Eigenschaften Gottes. Lieder: 12 geistliche Lieder wurden memorirt. Vogt.

Quinta und Quarta, wöch. 2 St.

Biblische Geschichte, im Sommer Altes Testament von Salomo bis zur babylonischen Gefangenschaft.

Im Winter Neues Testament, das Leben Jesu nach dem Evangelium Johannis und die Leidensgeschichte nach allen 4 Eyvangelien.

Unter- und Obertertia, wöch. 2 St.

Katechismus, im Sommer christliche Sittenlehre, erster Abschnitt, die Lehre von den sittlichen Gütern.

Im Winter christliche Sittenlehre, zweiter Abschnitt, die Lehre von der Tugend, und Anfang des dritten Abschnittes, der Lehre von den Pflichten.

In beiden Abtheilungen fand regelmässig Predigt- examen mit gleichzeitiger Erklärung des evangelischen

Kirchenjahres statt. Michel.

b. katholischer Religionsunterricht.

Quinta und Quarta, wöch. 2 St.

Im Sommer: Katechismus; Zweites Hauptstück, von

den Geboten bis drittes Gebot Gottes.

Biblische Geschichte: Neues Testament(nach Schuster);

Nr. 1 30 wurden erklärt und memorirt. Reichwein.

Im Winter: Biblische Geschichte des neuen Testa-

ments.

Katechismus: Lehre von der Gnade, den Sacramenten,

der Busse, des Altars und der Ehe. Lehre von der

Offenbarung, sowie deren, Vermittelung durch die

Kirche. Knapp.

Unter- und Obertertia, wöch. 2 St. Im Sommer: Katechismus; von der Uebertretung der Gebote, von der christlichen Vollkommenheit. Biblische Geschichte: Neues und Altes Testament nach

Auswahl. Schriftliche Arbeiten. Reichwein.

Im Winter: Die Geschichte der Uroffenbarung, pa- triarchalischen und mosaischen Offenbarung nach ihrem inneren, wesentlichen Zusammenhang, ihrer Entwicke- lung und ihrem Verhältniss zur Heilsökonomie in Christus. Nach Martins Lehrbuch der Religion. Knapp.

2) Geſchichte und Geographie.

Sexta, wöch. 2 St. Erklärung der wichtigsten Be- griffe der mathematischen Geographie, die Erdtheile im Allgemeinen, Gebirge und Flüsse, besonders von Europa. Nach Bellingers Leitfaden.

Clauder.

Quinta, wöch. 2 St. Hydro- und orographische Ueber- sicht der gesammten Erdoberfl die Erdtheile, Meere, Länder und Inseln. Gelegentliche Mittheilung wichtiger, die jedesmaligen Orte betreffender Einzel- heiten aus Sage, Geschichte und Culturleben; aus- führlicher Europa mit Ausschluss von Deutschland; Versuche im Kartenzeichnen.

äche,

Thomas. Quarta, wöch. 3 St. Geschichte wöch. 2 St.: Von der Völkerwanderung bis zur Zeit der Hohenstaufen. Nach Welter. Geographie wöch. 1 St.: Deutschland in physischer und politischer Beziehung; Preussen im Besonderen. Anfertigung von geographischen und historischen Karten. Friedemann.

Untertertia, wöch. 3 St. Deutsche Geschichte vom Reformationszeitalter bis zur französischen Revolution mit specieller Berücksichtigung der brandenburgischi- preussischen Geschichte, nach Welter III. 2 St. Geographie: Uebersicht über die physischen und po- litischen Verhältnisse Deutschlands, speciell die Staa- ten des norddeutschen Bundes. Oesterreich nach sei- nen deutschen und ausserdeutschen Provinzen, nach

Daniels Lehrbuch. 1 St. Schmidt.

Obertertia, wöch. 3 St. Geschichte: Die Israeliten, Babylonier, Assyrer, Meder und Perser. Die Griechen und Macedonier bis zur Schlacht bei Ipsus 301. Ueber- sicht der aus Alexanders Weltmonarchie hervorge- gangenen Reiche, nach Pütz Grundriss I. 2 St.