Jahrgang 
1852
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Ganz ohne Störung ſollte jedoch auch dieſes Jahr nicht vorübergehen: denn es wurde nicht nur der Pfarrer Lex vom 26. Mai bis zum 30. Juni durch Krank⸗ heit verhindert, den ihm übertragenen Religionsunterricht zu ertheilen, ſondern es mußte auch der Collaborator Wagner, welcher auf den 20. October zur Abhaltung ſeiner zweiten(practiſchen) Prüfung nach Wiesbaden einberufen wurde, gleich vom Beginne des Winterhalbjahres bis zum 12. November beurlaubt werden. Die Unterrichtsſtunden beider Lehrer wurden während ihrer Verhinde⸗ rung theils durch Combinationen theils durch Vertretungen untergebracht.

Eine realiſtiſche Abtheilung der I. Claſſe war in dieſem Schuljahre nicht vorhanden, da ſämmtliche 8 Schüler derſelben erklärt hatten, daß ſie die griechiſche Sprache zu erlernen wünſchten. Gleichwohl erſcheint die Oſtern 1847 zu Gunſten der Nichtſtudirenden getroffene Anordnung, welche ohne Vermehrung des Lehrerperſonals ausgeführt werden konnte, gerechtfertiglt, wenn man die Schüler vergleicht, welche ſeitdem die I. Claſſe beſucht haben. Dieſelbe zählte nämlich

in dem Schuljahre 18%, unter 10 Schülern: 6 ſtudirende und 4 nichtſtud.

Ir 6/. 1 3uſa/ 11* 0* 11/

f f f 18* 50/ 7 2/ 5/

18 5oſea 6 4 2

1 18 We 8 8 0

Es befanden ſich alſo in dieſen 5 Jahren unter 42 Schülern: 20 ſtudi⸗ rende und 22 nichtſtudirende. Auf den Grund jener Anordnung wurden daher auch während des letzten Winterhalbjahres, gleichwie in den vorhergehenden Jahren, in der III. Claſſe wieder 3 wöchentliche Lehrſtunden der franzöſiſchen Sprache gewidmet, wogegen die geometriſche Anſchauungslehre und die deutſche Sprache um je 1 Stunde verkürzt wurden.

Zur Feier des Geburtstages Sr. Hoheit des Herzogs wurde am 24. Juli von Lehrern und Schülern ein gemeinſchaftlicher Spaziergang nach Beilſtein und Greifenſtein gemacht.

ordentliches Mitglied des philologiſchen Seminars war. Nach beſtandener erſter Concurs⸗ prüfung wurde er unter dem 15. Mai 1850 in die Zahl der geprüften Candidaten der Philologie aufgenommen, und gleichzeitig zur proviſoriſchen Verſehung einer erledigten Lehrerſtelle an das hieſige Pädagogium dirigirt.