Jahrgang 
1913
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3. Übersicht über die während des abgelaufenen Schujahres durehgenommenen Lehrpensa.

Realschule. Prima. Ordinarius: Schmidt(ab 9. 12. 12 vertreten durch Dr. Wag a). Religionslehre. 2 St. Evangelische. Ausgewählte Stücke aus den Psalmen und den Propheten;

das Evangelium nach Markus; vertiefende Wiederholung der Bergpredigt. Wiederholungen aus dem Katechismus. Reformationsgeschichte. Aus der Geschichte des evang. Kirchenliedes und der evangelischen Liebestätigkeit. Wiederholung memorierter Psalmen und Lieder. Meister. Waga. Katholische(vereinigt mit II u. III). I. Hauptstück. Die Lehre von dem Glauben.

Ausgewählte Geschichten aus dem Neuen Testament. Bilder aus der Kirchengeschichte des Mittelalters. Wiederholung des Kirchenjahres. Kirchenlieder. Hannappel. Deutsch. 3 St. Lektüre: SchillersLied von der Glocke, die Dichtung der Befreiungskriege,

SchillersWilhelm Tell und LessingsMinna von Barnhelm. Ein Teil des Liedes von der Glocke, einigie Stellen aus Tell, sowie einige Gedichte wurden auswendig gelernt. Die in Sekunda auswendig gelernten Gedichte wurden wiederholt. Wiederholungen aus der Satz- und Inter- punktionslehre. Praktische Anleitung zur Aufsatzbildung durch schriftliche und mündliche Dis- positionsübungen. Vortrag kleiner eigener Ausarbeitungen über Gelesenes. Alle 4 Wochen ein Auifsatz.

Themata der Aufsätze: 1) Vater und Mutter nach SchillersGlocke. 2) Was treibt die Menschen in die Ferne? 3) Von welcher Seite lernen wir in der ersten Szene von SchillersWilhelm Tell den Haupt- helden kennen? 4) Der Untergang des alten Deutschen Reiches. 5) Wie rechtfertigt Tell sein Wort:Der Starke ist am mächtigsten allein? 6)Von der Stirne heiss Rinnen muss der Schweiss, Soll das Werk den Meister loben, Doch der Segen kommt von oben.(Chrie.) 7) Die Ideale der Dichter der Freiheitskriege(be- wiesen aus den Gedichten Schenkendorfs). 8) Was erfahren wir im ersten Aufzuge derMinna von Barnhelm, der Hauptperson des Dramas. 9) Das Wiedersehen Tellheims und des Fräuleins von Barnhelm.(Vorbereitung, Inhalt und Bedeutung von II.))(Prüfungsaufsatz.)

Schmidt. Dr. Waga. Französisch. 5 St. a) Grammatik: Übungsbuch von G. Ploetz, Ausg. C. Kap. 68 79. Syntax des Verbs, Artikels, Adjektivs, Fürworts und Adverbs. Präpositionen und Konjunktionen. Alle 5 Wochen eine Aschriftliche Arbeit. Sprechübungen im nschluss an die Lektüre und an die Lesestücke des Ubungsbuchs. b) Lektüre: Biographies historiques von Wershoven. Dr. Gehler. Englisch. 4 St. Leitfaden für den engl. Unterricht von Deutschbein u. Willenberg. 2. Teil: Syntax. Ausgabe B. No. 16 25. Syntax des Artikels, des Substantivs, des Adjektivs, des Pronomens, des Adverbs, der Präpositionen und Konjunktionen. Alle 4 Wochen 1 schriftliche Arbeit. Sprechübungen. b) Lektüre: Greater Britain von Ferrars. Rauschenberger, im Winter Liesau. Geschichte. 2 St. Die Neuzeit von 1740 bis auf Kaiser Wilhelm II.; Wiederholungen aus der brandenburgisch-preussischen Geschichte. Schmidt, Dr. Waga. Erdkunde. 1 St. Europa ausser Deutschland. Das Wichtigste aus der mathematischen Geographie. Die wichtigsten Verkehrs- und Handelswege der Jetztzeit. Schmidt. Dr. Waga. Mathematik. 5 St. Wiederholung der Potenz- und Wurzelrechnung. Lehre von den Logarithmen. Quadratische Gleichungen. Anfangsgründe der Trigonometrie und Berechnung von Dreiecken.