Sur Geſchichte der RAnſtalt.
Zu Beginn des Schuljahres wurden Studienaſſeſſor Dr. Gerhard an die Oberrealſchule in Grünberg und der Vertreter des Studienrats Dr. Hartmann, Studienaſſeſſor Dr. Heichelheim, an das Gymnaſium in Gießen verſetzt. An Stelle von Dr. Gerhard trat Studienaſſeſſor Nikolaus Langelott, mit der Vertretung des erkrankten Studienrats Dr. Hartmann wurde Studienaſſeſſor Dr. Martin Markloff beauftragt. Dr. Hartmann trat am 1. Juli in den Ruheſtand und von da an übernahm Dr. Markloff deſſen Stelle. Am 1. September wurde Studienrat Dr. Dr. Schwemmler an das Gymnaſium in Mainz verſetzt. An ſeine Stelle trat bis zu den Herbſtferien Studienaſſeſſor Meuſer und von da an Studienaſſeſſor Dr. Karl Oobmann. Den wegen Krankheit beurlaubten Studienrat Beck vertrat von Oſtern bis 26. Mai Studienreferendar Heinrich Blauth. Als Ver⸗ treter des erkrankten Studienaſſeſſors Langelott war vom 2. Mai bis 14. Juli Studienreferendar Ernſt Dörr tätig, der zur Entlaſtung des Studienaſſeſſors Langelott von da an bis 7. Januar 1929 mit der Verwaltung einer halben Lehrerſtelle beauftragt wurde.
Mit Wirkung vom 1. Oktober 1927 wurden Studienrat Beck zum Oberſtudienrat und Real⸗ lehrer Germann zum Oberreallehrer ernannt.—
Auch in dieſem Jahre beklagen wir den Verluſt eines langjährigen Mitgliedes unſeres Lehrer⸗ kollegiums. Kurz nach ſeiner Penſionierung wurde Studienrat Dr. Ludwig Hartmann am 25. Juli nach langem, ſchweren Leiden in die Ewigkeit abgerufen. 10 Jahre gehörte der Verſtorbene dem Lehr⸗ körper unſerer Anſtalt an und hat während dieſer Zeit mit größter Gewiſſenhaftigkeit und vorbildlicher Berufstreue ſich in den Dienſt der Jugendbildung geſtellt. Sein früher Tod war für Kollegium und Schüler ein ſchwerer Verluſt. Die Schule gab ihm das letzte Geleit.
Am 13. Auguſt beging die Schule die Verfaſſungsfeier, bei der Studienaſſeſſor Dr. Groll die Anſprache hielt.
Zur Totengedenkfeier am 2. November ſprach Studienaſſeſſor Dr. Markloff.
Am 17. Juli gedachte die Schule am 400. Todestage Dürers in einer größeren Feier. Nach einem Lichtbildervortrag über Dürer und ſeine Werke wurde ein Hans⸗Sachsſpiel gezeigt. Außerdem wurden Inſtrumentalmuſik und Geſänge aus der Zeit Dürers zu Gehör gebracht. Am Nachmittag wurde die Feier für die Eltern und Freunde der Schule bei ausgezeichnetem Beſuche wiederholt.
Am 17. November veranſtaltete die Schule eine Schubertfeier. Unter der Leitung des Studien⸗ rates Dr. Schneider trug der Chor eine Reihe von Chorwerken Schuberts vor, die von Klavier⸗ und Violinvorträgen aus Werken des Komponiſten umrahmt waren. Über das Leben und Wirken des Tonkünſtlers ſprach Dr. Schneider. Am Abend gab Dr. Schneider ein Schubertkonzert, bei dem neben ihm eine Reihe von Künſtlern aus Darmſtädter Kollegenkreiſen mitwirkten. Die Veranſtaltung war von Eltern und Bürgern der Stadt außerordentlich gut beſucht.
Am 18. und 19. Februar waren unter dem Vorſitz des Miniſterialrats Glückert die münd⸗ lichen Reifeprüfungen. 17 Gymnaſiaſten, 15 Oberrealſchüler und 1 Nichtſchüler beſtanden die Prüfung. In einer Nachprüfung am 18. März erhielten 1 Gymnaſiaſt und 4 Oberrealſchüler das Zeugnis der Reife.
Behanntmachungen.
1. Der Unterricht beginnt in allen Klaſſen
Dienstag, den 16. Npril 1929, vormittags 7 Uhr. Die neu eintretenden Schüler werden am Montag, den 15. April, von 9 Uhr an geprüft.
2. Ferienoronung für das Schuljahr 1929/30. Pfingſten: 19. Mai bis 26. Mai, Sommer: 13. Juli bis 11. Auguſt. Herbſt: 29. September bis 13. Oktober. Weihnachten: 22. Dezember bis 5. Januar. Oſtern: 6. April bis 27. April.
3. Auch bei beſter Aufſicht in Haus und Hof und bei Ausflügen und bei größter Vorſicht der Schüler auf dem Schulweg können Unfälle nicht immer vermieden werden. Durch Verfügung des Landes⸗ amtes für das Bildungsweſen ſind ab Oſtern ſämtliche Schüler der ſtaatlichen höheren Schulen
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