Am 8. April wurde im„Mainzer Hof“ ein Elternabend abgehalten, der einen erhebenden Verlauf nahm.
Die fakultative Abſchlußprüfung, der ſich 27 Unterſekundaner unterzogen hatten, beſtoide ſämtliche Prüflinge.
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Mit Wirkung vom 16. April 1919 war Direktor Diehl zum Direktor des Gymnaſiums zu Bensheim ernannt worden. 28 Jahre, darunter 20 Jahre als Leiter, hatte er mit großem Erfolge an der Anſtalt gewirkt. Das neue, ſtattliche Schulgebäude und die Umwandlung der Höheren Bürgerſchule in eine ſtaatliche Realſchule mit Progymnaſium ſind hauptſächlich ſein Werk.
Bis zur Ernennung des Nachfolgers führte Prof. Fecher die Amtsgeſchäfte des Direktors.
Am 29. April wurde Oberlehrer Dr. A. Beck an das Realgymnaſium zu Mainz verſetzt. Mit Beginn des Schuljahres wurde Oberlehrer Dr. Hartmann, der bis dahin an der Goetheſchule in Offenbach geweſen war, an unſere Anſtalt verſetzt und Lehramtsreferendar Beyſel, bis dahin Mit⸗ glied des pädagogiſchen Seminars an der Liebig⸗O. R. zu Darmſtadt, die Verwaltung einer proviſoriſchen Stelle übertragen. Am 30. September erfolgte dann ſeine Ernennung zum Aſſeſſor.
Am 5. Mai wurde Prof. J. Sieben, Oberlehrer am Realgymnaſium zu Mainz, zum Direktor der Realſchule und des Progymnaſiums zu Dieburg ernannt und am 21. Mai in ſein Amt eingeführt.
In der erſten Woche des September konnten wir unſer altes Heim nach gründlicher Wieder⸗ herſtellung wieder beziehen. Bis dahin war die Schule weiter in den Räumen des Biſchöfl. Konviktes untergebracht, deren Leitung für die erwieſene Gaſtfreundſchaft aufrichtiger Dank gebührt.
Mit Rückſicht auf die Aufhebung der Höheren Mädchenſchule wurde die Aufnahme von Mädchen in unſere Anſtalt genehmigt. Durch außergewöhnlich zahlreiche Anmeldungen bedingt, mußte die Quinta geteilt werden. Die Verwaltung der dadurch notwendig gewordenen proviſoriſchen Stelle erhielt Referendar Dr. Herweck, bis dahin Mitglied des pädagogiſchen Seminars an der Liebig⸗Oberrealſchule zu Darmſtadt. Am 18. November wurde die Verwaltung einer weiteren proviſoriſchen Stelle, die durch Wiederaufnahme des zeitweilig ausgeſetzten Zeichenunterrichts notwendig geworden war, Aſſeſſor Fritz übertragen, an deſſen Stelle am 5. Januar Lehramtsaſſeſſor Bert trat.
Am 13. November wurde Lehramtsaſſeſſor Zerbes abberufen, deſſen Nachfolger Aſſeſſor Müller wurde. Am 30. November wurde dieſem die Verwaltung einer Stelle an der Höheren Bürgerſchule zu Pfungſtadt übertragen. Für ihn kam Referendar Kuhn aus Pfungſtadt hierher. Am 5. Juni beſtand der Oberſekundaner Franz Groſch unter dem Vorſitze des Direktors die Abſchlußprüfung. Es ſollte die letzte derartige Prüfung ſein. Denn am 28. Januar 1920 wurde mit Rückſicht auf den Fortfall der allgemeinen Wehrpflicht die fakultative Abſchlußprüfung aufgehoben.
Im Laufe dieſes Schuljahres hatten wir den Tod zweier lieben Schüler zu beklagen. In den Oſterferien 1919 ſtarb der Unterſekundaner Jakob Liller. Ihn geleiteten die in Dieburg anweſenden Lehrer und Schüler zum Grabe, wo Profeſſor Fecher im Namen der Schule tröſtende Worte an die Angehörigen richtete. Am 11. Dezember ſtarb der Obertertianer Peter Ganß. Die Schule beteiligte ſich geſchloſſen an ſeiner Beerdigung; am Grabe ſprach Direktor Sieben.
Am 5. November 1919 waren es 25 Jahre, ſeitdem Miniſterialpräſident Uebel das Amt als Rechner der Stadt und der Schule übernommen hatte. Unſere Anſtalt brachte ihm aus dieſem Anlaſſe durch ein Schreiben die herzlichſten Glückwünſche dar. Im Januar legte dann der bisherige Rechner ſein Amt nieder, um ſeine ganze Arbeitskraft dem heſſiſchen Staat zur Verfügung zu ſtellen. An ſeine Stelle trat am 1. März Stadtrechner Wolf.
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