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Notprüfungen fanden unter der Leitung des Direktors am 17. Auguſt, am 22. September, am 7., 21. und 24. Oktober ſtatt. Zuſammenſtellung der Schüler, die die Notprüfung abgelegt haben:
a. Oberſekundaner.
Glau⸗ Eintritt 3 d V Geburts⸗ bens⸗ Beruf und Wohnort u⸗ un orname datum be⸗ Ab. der Eltern kenntnis Jahr Klaſſe teilung
1. Dickeſcheid, Val. 16. 2. 1897] kath.[O. 1913 IIb Prg. Kaufmann Mainz
2. Erneſt, Alfons 20. 7. 1895] kath.[O. 1905 VI R. Kaufmann Gladbach
3. Holtebrink, T)h.[12. 1. 1896] kath.[O. 1911 IIb Prg. Gaſtwirt Bork a. d. L.
4. Kaſter, Joſef 17. 5. 1897] kath.[O. 1911 IIIb R. Bürgermeiſter Dietersheim
5. Kirchgeßner, Vikt. 18. 6. 1895] kath.[O. 1911 IIla R. Forſtmeiſter Eberbach
6. Raſchner, Karl 13. 6. 1898] kath.[O. 1908 VI. R. Wachtmeiſter Parchen
7. Schenk, Karl 8. 2. 1898] kath.[O. 1910 IV R. Kaufmann Obertiefenbach
8. Scheuermann, Ad. 17. 6. 1896] kath.[H. 1910 IV. R. Baumeiſter Aſchaffenburg
9. Schwaderlapp, L. 14. 5. 1898 kath.[O. 1913 IIb R. Fabrikant Ransbach
10. Staß, Hans 18. 12. 1896] kath.[O. 1912 IIla R. Zugführer Saarbrücken
b. Unterſekundaner.
1. Herz, Karl 28. 11. 1898] kath.[H. 1911 IV R. Bautechniker Dieburg
2. Holthöwer, Wilh. 2. 3. 1896] kath.[O. 1913 IIl a R. Fabrikant † Horſt a. d. E. . 3. Kaden, Georg 15. 10. 1896 kath.[O. 1911 IV R. Konditor Charlottenburg
4. Kröll, Joſef 5. 11. 1897] kath.[O. 19099 VI R. Kaufmann Metternich
5. Rüth, Joſef 23. 7. 1897] kath.[H. 1910 IV. R. Bäckermeiſter Aſchaffenburg
Das Winterhalbjahr begann nach ſiebenwöchigen Herbſtferien am 21. September. Laut Verfügung Hoher Behörde wurde mit Wirkung vom 21. September Herr Lehramtsaſſeſſor Georg Ploch an die Ober⸗ realſchule zu Gießen verſetzt. Sein Nachfolger wurde Herr Lehramtsaſſeſſor Johann Baptiſt Schnauber.
Geboren am 17. Mai 1889 zu Gernsheim, ſtudierte er 2 Semeſter in München und 6 Semeſter in Gießen. Die Staatsprüfung beſtand er Sommer 1911 in Gießen.
Die Unterrichtsſtunden der im Felde ſtehenden Kollegen Malſy, Rodrian und Dr. Beck übernahmen Herr Lehramtsaſſeſſor Paul Kadel, der laut Verfügung Hoher Behörde mit Wirkung vom 24. September hierher verſetzt wurde, verſchiedene Herren Kollegen und in edler Hilfsbereitſchaft auch Herr Pfarrer Port und Herr Johannes Vormwald, Aſſiſtent am Biſchöfl. Konvikt.
Paul Michael Kadel, geboren am 10. April 1886 zu Birkenau, beſuchte zunächſt die Volksſchulen in Wöllſtein und Horrweiler, ſodann von Oſtern 1900 ab das Progymnaſium zu Bingen und das Neue Gym⸗ naſium zu Darmſtadt, wo er im Frühjahr 1905 die Reifeprüfung beſtand. An den Univerſitäten zu Heidelberg, München und Gießen widmete er ſich dem Studium der Germaniſtik und der klaſſiſchen Sprachen und legte im Frühjahr 1910 an der heſſiſchen Landesuniverſität die Prüfung für das höhere Lehramt ab. Seine praktiſche Ausbildung erhielt er im pädagogiſchen Seminar des Neuen Gymnaſiums zu Darmſtadt und am Gymnaſium zu Bensheim. Von Herbſt 1912 bis zum Ausbruch des Krieges war er zu wiſſenſchaftlicher Arbeit beurlaubt.
Am 1. Oktober wurde Herr Lehramtsreferendar Dr. Joſef Kanz zum Lehramtsaſſeſſor ernannt. 5 Tage ſpäter verließ er uns, um als Erſatzreſerviſt ſeiner Dienſtpflicht zu genügen. An ſeine Stelle trat Herr Lehramtsaſſeſſor Paul Gengnagel, der am 17. Oktober ſeinen Dienſt antrat.
Geboren am 11. Juni 1889 zu Basrur(Oſtindien), beſuchte er das Gymnaſium zu Darmſtadt, wo er 1907 die Reifeprüfung beſtand. Auf den Univerſitäten Gießen, München und Straßburg widmete er ſich alt⸗ philologiſchen und germaniſtiſchen Studien und beſtand an der zuletzt genannten Hochſchule 1912 die Staats⸗ prüfung. Am pädagogiſchen Seminar des Neuen Gymnaſiums zu Darmſtadt in den Schuldienſt eingeführt, verbrachte er ſein Probejahr am Ludwig⸗Georgs⸗Gymnaſium ebendaſelbſt.
Am 5. Oktober erwarb ſich der Kriegsfreiwillige Adam Scheuermann durch eine weitere Not⸗ prüfung die Primareife, die ſpäter auch ſeinen Kameraden Dickeſcheid, Staß und Raſchner mit Ge⸗ nehmigung Hoher Behörde ohne Prüfung zuerkannt wurde.


