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IV. ZBur Geſchichte der Anſtalt.
Die vorjährige Abſchlußprüfung am 24. März beſtunden ſämtliche Schüler der erſten Klaſſe, nämlich:
1. Beiſinger, Gerhard aus Dieburg. 8. Köſters, Joſeph aus Beek bei Ruhrort. 2. Bick, Joſeph„ Rothenfels a. M. 9. Lambricht, Franz Joſeph„ Koblenz.
3. Dieregsweiler, Heinrich, Duisburg. 10. Räß, Joſeph„ Neuſtadt i. O. 4. Eckes, Richard„ Nieder⸗Olm. 11. Roth, Friedrich„ Altheim.
5. Fritſch, Georg„ Groß⸗Zimmern. 12. Schrader, Auguſt„ Mannheim.
6. Hiemenz, Heinrich„ Dieburg. 13. Wiedekind, Joſeph.„ Klein⸗Zimmern. 7. Köhler, Willy„ Babenhauſen.
Von dieſen Schülern gingen: nach Unter⸗Prima des Gymnaſiums Bensheim: Beiſinger und Bick; nach Unter⸗Prima des Gymnaſiums Bonn: Räß; nach Ober⸗Sekunda des Gymnaſiums Emmerich: Dieregsweiler und Köſters; nach Unter⸗Prima der Oberrealſchule Darmſtadt: Fritſch und Lambricht; nach Herbſt⸗Ober⸗Sekunda der Oberrealſchule Mannheim: Schrader; nach Klaſſe III des Lehrerſeminars Bensheim: Wiedekind; auf die techniſche Hochſchule Darmſtadt: Köhler; auf die Gerberei⸗Schule Chemnitz: Hiemenz; Roth widmete ſich dem Eiſenbahndienſt, Eckes dem Kaufmannsſtande. Von unſeren früheren Abiturienten beſtanden ihr Maturitätsexamen: Alexander Mergler am alten Gymnaſium in Darnſtadt.
Hugo Völker„.—„„ ſtudiert Baufach. *Johann Karl Adler„ Gymnaſium in Mainz, ſtudiert klaſſ. Philologie. *»Andreas Kaſter„ 8. 4„„ Mathematik.
Anton Knab„„„„„ TLrhoologie.
*Karl Ludwig Zimmer,„„„ Chemie.
»Auguſt Ganß„„„ Offenbach, tritt in einen praktiſchen Beruf. Paul Lacour„. 5 4 5 ſtudiert Veterinär⸗Medizin. Peter Sattler„„„„ Kammeralia.
*Fritz Köſters. Emmerrich,„ TLyheoologie.
Die mit* Bezeichneten waren von der mündlichen Prüfung dispenſiert.
Das neue Schuljahr brachte uns einen größeren Lehrerwechſel. Herr Lehramts⸗Aſſeſſor Bock übernahm die Leitung der höheren Bürgerſchule Babenhauſen. Die Anhänglichkeit an unſere Schule, an der er ſeit Oſtern 1894 mit großer Hingabe gewirkt hatte, bekundete er durch die Dedikation eines großen Bildniſſes Sr. Majeſtät des Kaiſers in Rahmen, wofür ihm auch an dieſer Stelle verbindlichſt gedankt ſei.
Herr Schulverwalter Schneider, der ſeit Oſtern 1895 unſerem Kollegium angehört hatte, übernahm die Ver⸗ waltung einer Lehrerſtelle an der Mädchenſchule in Alzey.
An deren Stelle traten Herr Lehramts⸗Aſſeſſor Heinrich Kinkel, ſeither am Realgymnaſium in Gießen thätig, und Herr Schulverwalter Joſeph Sadek, zuletzt an der höheren Bürgerſchule in Hungen verwandt. Über ihre Perſonalien teilten beide Herren folgendes mit:
Heinrich Kinkel iſt geboren zu Annerod, Kreis Gießen, am 16. November 1862; ſein Maturitätsexamen beſtand er an der Realſchule I. Ordnung zu Gießen am 9. Auguſt 1883. Er ſtudierte an der Univerſität Gießen Chemie und beſchreibende Naturwiſſenſchaften; er erwarb 1889 das Diplom eines techniſchen Chemikers und erlangte die fac. doc. am 1. Auguſt 1890. Nach einjährigem Probedienſte am pädagogiſchen Seminar zu Gießen und drei⸗ vierteljährigem Volontärdienſte am Realgymnaſium daſelbſt gründete er die„Höhere Privatſchule“, jetzige Bürgerſchule zu Wörrſtadt. Von 1894 an war er abwechſelnd am Realgymnaſium Gießen, zur Vertretung 1895 in Rimbach i. O., Heppenheim, von Juli 1895 bis November 1897 in Groß⸗Gerau thätig, um wiederum eine Vertretung am Real⸗ gymnaſium Gießen zu übernehmen, die er bis Ende des Schuljahres 1897/98 inne hatte.
Joſeph Sadek iſt am 7. Juli 1859 zu Kriſchlitz bei Reichenberg in Böhmen geboren. Er beſuchte die Lehrerbildungsanſtalt zu Alt⸗Tſchau bei Neuſalz an der Oder und war nach beſtandener Abgangsprüfung als Lehrer an der Volksſchule zu Ratibor thätig. Im Frühjahr 1880 übernahm er die Leitung der deutſchen Schule im Quartier St. Marcel in Paris und hat dieſen Poſten 18 Jahre hindurch bekleidet. Im Herbſt 1897 vom hohen Großherzog⸗ lichen Miniſterium in den heſſiſchen Schuldienſt aufgenommen, wirkte er bis Oſtern 1898 als Schulverwalter an der Volksſchule zu Hungen in Oberheſſen und ſteht ſeit dieſer Zeit in gleicher Eigenſchaft an der hieſigen höheren Bürger⸗ ſchule in Verwendung.
Im Herbſt verließ uns Herr Pfarrer Vogel, der ſeit Dezember 1892 uns ein lieber Kollege geweſen war, um einem Rufe als Stadtpfarrer nach Darmſtadt Folge zu leiſten; desgleichen mußte Herr Kaplan Grode den ihm


