Lehrerinnenseminar. Klasse III.
Religionslehre, 2 St. w. Lehrbücher: Otto Schäfer, III. Teil, A. Bremer Schulbibel, 1894. Hessisches Gesangbuch. A. Bibelkunde: Nach einer kurzen Einleitung in die Bibel werden die Bücher des alten Testaments nach Verfasser, Ursprung und Inhalt besprochen, sowie Seinzelne wichtige Stellen aus den Propheten und aus- gewählte Psalmen gelernt. Das Kirchenjahr wird besprochen, und im Anschluß daran werden mehrere Kirchen- lieder wiederholt. B. Kirchengeschichte: Alte Kirchengeschichte mit besonderer Berücksichtigung der apostolischen ZLeit, sodann mittlere Kirchengeschichte mit besonderer Berücksichtigung der Gründung der germanisch-römischen Kirche, der Entwicklung des Papsttums und der späteren Gegner des herrschenden Kirchentums bis zur Reformation.
Pädagogik, 1 St. w. Geschichte der Pädagogik mit besonderer Berücksichtigung der neueren Zeit und der Entwicklung des höheren Mädchenschulwesens unter Benutzung von Förster, Tabellen zur Geschichte der Pädagogik.
Deutsch, 4 St. w. Poetik: Epik, Lyrik und Drama mit Benutzung von Paldamus-Rehorn, Bd. VI, Ausgabe B. und Einzelausgaben. Lektüre von Sophokles' Antigone, Shakespeares Julius Cäsar und Calderons Das Leben ein Traum. Grammatik: Lautlehre, Formenlehre und Synta. Grammatische UÜbungen und Satz- analysen mit Benutzung von Paldamus-Rehorn. 10 Aufsätze, teils Haus-, teils Klassenarbeiten.
Französisch, 4 St. w. K. Kühn, Französische Schulgrammatik,§ 1— 150(S. 1— 114). IH. Fischer, Deutsche UÜbungsstücke zu Kühns Schulgrammatil, III. Teil, Oberstufe. K. Kühn, Französisches Lesebuch, Mittel- und Oberstufe, Auswahl aus S. 1— 38 u. S. 93— 112. Eine Komöõdie v. Molière(1898/99, Les Femmes savantes.
Ausgabe Velhagen und Klasing).— Finige Gedichte aus Kühns Lesebuch, S. 266— 313.— Kurze Obersicht über die Entwicklung der französischen Sprache und Litteratur bis zur Renaissance, das Klassische Drama und das Zeitalter Ludwigs XIV.— Sprechübungen.— 16 schriſftliche Arbeiten: Diktate, UÜbersetzungen aus dem
Deutschen, freie Arbeiten.
Englisch, 4 St. wW. Grammatik: Gesenius, Grammatik der englischen Sprache, II. Teil, Lautlehre, kurze Wiederholung der Formenlehre, Kap.—XXII; Syntax§ 1— 167; teilweise Ubersetzung der zugehörigen Ubungen.— Lektüre: Deutschbein, Englische Konversationsschule, Auswahl aus Teil JI. Kurze Obersicht über die Geschichte und Geographie von England.— Saure, Englisches Lesebuch für höhere Mädchenschulen, Teil II: Biographien der bedeutendsten englischen Schriftsteller; Lesen einiger zugehöriger Musterstücke und Lernen zu— gehöriger Gedichte(S. 384— 546 mit Auswahl).— 16 schriftliche Arbeiten: Diktate, UÜbersetzungen aus dem Deutschen, freie Arbeiten..
Rechnen, 2 St. w. Geiß, Rechenbuch, Heft IV, Ausgabe B, Heft VII, Ausgabe A. Einleitung. Die Bruchrechnung. Prozentrechnungen. Gesellschafts- und Mischungsrechnung. Metallmischungen; die deutschen Reichsmünzen. Zinseszinsrechnung. Das Versicherungswesen, die deutschen Arbeiterversicherungsgesetze. Kurs- rechnung. 12 Klassenarbeiten.
Geschichte, 3 St. w. Andrä, Grundriß der Weltgeschichte, 5 15— 74, später: F. C. Andrä, Lehrbuch der Weltgeschichte für höhere Mädchenschulen und Lehrerinnenbildungsanstalten I u. II,§ 1— 20. Geschichte der Griechen und Römer. Deutsche Geschichte bis zu Karl dem Großen mit besonderer Berücksichtigung der Kultur- und Kunstgeschichte.
Geographie, I St. W. E. v. Seydlitz, Geographie, Ausgabe E für höhere Mädchenschulen, Heſt 4 Heimatkunde, Grundbegriffe der mathematischen Erdkunde, das W ichtigste aus der allgemeinen physischen Erd- kunde.— Physische und politische Geographie des deutschen Reichs. Pinfache Kartenskizzen an der Wandtafel und auf Blättern.
Naturkunde, 2 St. w. Botanik 1 St. w. im Sommer. Bänitz, Leitfaden der Botanik,§ 1— 95. Die verbreitetsten und wichtigsten einheimischen Pflanzen.
Anthropologie, 1 St. w. im Winter. Bänitz, Leitfaden der zoologie,§ 318— 345. Bau, Leben und Pflege des menschlichen Körpers. Naturlehre, 1 St. wW. Crüger, Grundzüge der Physik. Mechanik 5 72— 137. Magnetismus 9 1— 8..
Schreiben, 1 St. w. Ubung der Grundformen der deutschen und lateinischen Schrift. Einführung in die Methode des Schreib- und Leseunterrichts.
Zeichnen, 2 St. w. Zeichnen nach Gipsmodellen und, nach der Natur, auch nach YVorlagen; für Begabtere auch Ubung im Aquarellmalen. Für alle Schülerinnen Ubungen im Zeichnen an der Wandtafel.—
Turnen, 2 St. w. komb. mit Sem. I u. II. Systematische Wiederholung aller Klassenpensen in Ordnungs-, Frei- und Geräteübungen, sowie der Turnspiele der einzelnen Klassen.
Klasse II.
Religionslehre, 2 St. w. O. Schäfer, III. Teil; Bremer Schulbibel, 1894; Hessisches Gesangbuch. A. Bibelkunde: Einleitung ins neue Testament. Die geschichtlichen Bücher nach Verfasser, Ursprung und Inhalt, besonders die Bergpredigt und die Gleichnisse. Erklärung des Kirchenjahres. Kirchenlieder Nr. 15, 41, 51, 67, 81, I11, 135, 144, 182, 212, 244, 254 des hessischen Gesangbuchs erklärt und gelernt. B. Kirchengeschichte: Neuere Kirchengeschichte bis zum westfälischen Frieden im Anschluß an Luthers Leben. 3*


