Lehrerinnen-Seminar. Vorſteher: Der Direktor.
Seminarklaffe I. (Wöchentlich 23 Lehrſtunden.)
Wwangeliſche Religionslehre, 2 St. w. A. Kirchengeſchichte: Neuere Kirchengeſchichte mit beſonderer Berückfichtigung der Reformationszeit. B. Bibelkunde: Wiederholungen aus der Bibelkunde des alten Teſtamentes, fowie die Schriften des neuen Teſtamentes mit befonderer Berückſichtigung der Gleichniſfe des Herrn. C. Glaubenslehre: Die Artikel des chriſtlichen Glaubens wurden gelernt und erklärt. Wiederholung von Liedern und Pfalmen. IIr. Knir.
Katholiſche KReligionslehre, 2 St. w., komb. mit II. Wiederholung der wichtigſten Punkte der Glaubenslehre. Die Gebote Gottes. Allgemeine Lehre über die hl. Schrift; aus dem neuen Teſtament: Jugendleben Jefu. In der bibliſchen Geſchichte: Das Jugendleben und öffentliche Auftreten Jefu bis zum letzten Oſterfeſt. Hr. Pfarrer Erz.
Deutſch, 4 St. w. Geſchichte der deutſchen Nationallitteratur von Leffing bis zur Neuzeit. Im Zufammenhange wurde Shakespeares»Julius Cäsar«, Leffings»Philotas« und Gœthes»Götz von Ber- lichingen« und»Egmont« geleſen.— Grundriß der deutſchen Poetik.— 12 Auffätze.— Repetitionen aus der deutfchen Satzlehre. IIr. Dr. HErMSpDöRphh.
Päüdagogik, 2 St. w. Die Grundzüge der Geſchichte der Pädagogik feit der Reformation. Die ethifchen und pfychologiſchen Grundlagen der Erziehungslehre, die wefentlichften Grundfätze der Methodik und Didaktik. Die äußeren Einrichtungen der Schule. Praktilche UÜbungen in Deutſch, Franzöſiſch, Geſchichte, Geographie und Naturgeſchichte in VIa, VIb und VII. Einführung in den erſten Unterricht fechsjähriger Kinder in X. 2 Sektionen mit je 2 Stunden wöchentlich. Der Direktor.
Franzöfiſch, 3 St. w. Repetition der wichtigſten Abſchnitte aus der Grammatik mit Zugrunde- legung der Schulgrammatik von Plœtz-Kares. Geleſen wurden ausgewählte Stücke aus Plœtz' Manuel.— Ubungen im mündlichen Gebrauch der franzöſifchen Sprache, Extemporalien, Kompoſitionsübungen und Auffätze. Litteraturgeſchichte des 18. und 19. Jahrh. Hr. TuvLMRXX.
Engliſch, 3 St. w. Gefenius II. beendigt, Wiederholung der wichtigſten Abſchnitte. Mündliche und ſchriftliche UÜberfetzungen aus dem Deutlchen ins Engliſche. Gelefen wurden grôßere Abſchnitte aus Saure II. und Tom Brown'’s Schooldays. Kurze Überſicht über die englifche Geſchichte und Litteratur- geſchichte. Auflätze, Extemporalien. Einige Gedichte wurden gelernt. Der Unterricht meiſt in engliſcher Sprache. IIr. Dr. IIniR.
Rechnen und Raumlehre, 3 St. w. Berechnung der Wertpapiere. Einiges von den pofi- tiven und negativen Größen und von den Klammern. Gleichungen des I. Grades mit einer Unbekannten, auch leichtere Aufgaben mit zwei Unbekannten.— Nach»Geiß, Raumlehre«: Die regulären Polyeder; Würfel, Prisma, Cylinder, Pyramide, Kegel und Kugel. Hr. Giss.
Gefchichte und Geographie, 3 St. w. Deutſche Gelchichte von 1024 bis Wiederherſtellung des deutſchen Kaiferreichs. Berückſichtigung der Kulturgeſchichte.(Andrae, Grundriß der Weltgeſchichte.) — Phyfiſche und politilche Geographie von Deutſchland und den außereuropäiſchen Erdteilen. Kurze Repetition der außerdeutſchen Länder Europas.(Leitfaden von Daniel.) Hr. TuxLMAXX.
Naturkunde, Phyfik, Chemie, 3 St. w. Schall, Licht, Wärme. Die wichtigſten chemifchen Erſcheinungen. Anatomie und Phyſiologie der Pflanzen. Die niederen Tiere mit Berückſichtigung der Anatomie. Mikrofkopiſche Beobachtungen. Ir. Dr. RöLM.
Seminarklaffe II.
(Wöchentlich 22 Lehrſtunden.)
Evangeliſche Religionslehre, 2 St. w. A. Kirchengeſchichte: Kltere Kirchengeſchichte mit befonderer Berückſichtigung der fünf erſten Jahrhunderte. B. Bibelkunde: Die Bücher des alten Teſtamentes nach Urſprung und Inhalt. Die mellianiſchen Stellen aus den prophetiſchen Schriften, fowie einige der ſchönſten Pfalmen wurden erklärt und gelernt. Verſchiedene Kirchenlieder wurden wiederholt, auch zum Teil neu gelernt. IIr. Kun..
Katholiſche Religionslehre, 2 St. W., komb. mit I.


