Jahrgang 
1909
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studierte seit Beginn des Wintersemesters 1887/88 in Giessen Germanistik und neuere Sprachen und bestand das Fakultätsexamen am 1. März 1891. Vom 6. April 1891 an war er provisor. Lehrer an der Realschule in Darmstadt, wurde am 28. Juli 1893 zum Lehramtsassessor ernannt, am l. April 1894 als provisor. Lehrer an das Realgymnasium zu Giessen versetzt und durch Allerhöchstes Dekret vom 11. Mai 1898 zum Oberlehrer an dieser Anstalt ernannt. Am 1. Mai 1907 erhielt er den Charakter als Professor.

Obl. Prof. Dr. Hattemer war vom Beginn des Sommersemesters bis zu den Pfingst- ferien zur Ableistung einer militärischen Uebung, von da bis zu den Sommerferien wegen eigener Krankheit und Krankheit in der Familie beurlaubt. Er wurde vom Lehramtsassessor Dr. Hinrichs vertreten.

Auch Obl. Prof. Dr. Ihne war wegen Krankheit vom Beginn des Schuljahres an 3 Wochen beurlaubt, seinen Unterricht übernahm Dr. Heinemann.

Der Direktor musste wegen Krankheit vom 20. Mai bis zu den Sommerferien vom Dienste fernbleiben. In den Direktorialgeschäften vertrat ihn Obl. Prof. Trümpert, in seinen Lehrstunden Obl. Dr. Glaser.

Obl. Prof. Dr. Berger erhielt im Anschluss an die Herbstferien einen Erholungsurlaub von 14 Tagen; seinen Unterricht übernahm Lehramtsreferendar W. Heyl. Wegen Krankheit wurde er vom 18. Februar bis zum Schluss des Schuljahres beurlaubt, sein Vertreter ist Lehramtsreferendar Dr. K. Heinrichs.

Obl. Prof. Dr. Schlamp erkrankte am 15. Februar 1909 und konnte bis zum 15. März seinen Dienst nicht versehen. Prof. Dr. Fischer und Lehramtsassessor Dr. Heinemann teilten sich in die Vertretung.

Durch Allerhöchstes Dekret vom 1. April 1908 erhielt Oberlehrer Dr. K. Hattemer den Charakter als Professor.

Am 1. April 1908 wurde Lehramtsreferendar Dr. Hans Hinrichs und am 1. Oktober 1908 Dr. Ernst Heinemann zum Lehramtsassessor ernannt.

Zum Geburtstag Sr. Kgl. Hoheit des Grossherzogs wurde dem Direktor der Charakter als Geheimer Schulrat, dem Obl. Prof. Dr. Berger die goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft allergnädigst verliehen.

Seit Anfang Januar 1909 ist Obl. Prof. Dr. Anthes aus dem Schuldienst bis auf weiteres beurlaubt, um die Stelle eines Denkmalpflegers für die Altertümer zu versehen. Sein Vertreter ist Lehramtsreferendar Ferdinand Dern.

Lehramtsassessor Dr. E. Heinem ann vollendete sein zweites Vorbereitungsdienstjahr an unserer Anstalt und blieb dann von Herbst 1908 bis zum Schluss des Schuljahres als frei- williger Lehrer; ebenso Lehramtsassessor Dr. Hans Hinrichs nach Ablauf seiner Verwendung vom August bis zum Ende des Sommerhalbjahres.

2. Gesundheitliches, Ferien etc.

Wie aus den Personalnachrichten zu ersehen ist, liess der Gesundheitszustand im Lehrerkollegium viel zu wünschen übrig, der der Schüler war gut

Die Ferien in dem Schuljahr 1909/10 sind folgendermassen verteilt: Pfingstferien vom 30. Mai bis 6. Juni 1909; Sommerferien vom 15. Juli bis 11. August 1909; Herbstferien vom 30. September bis 13. Oktober 1909; Weihnachtsferien vom 23. Dezember 1909 bis 5. Januar 1910; Osterferien vom 20. März bis 3. April 1910.

In jedem Monat fanden, wie in den früheren Jahren, soweit es das Wetter zuliess, Klassenspaziergänge statt, darunter 1 Tagesausflug für die oberen und einen Teil der mittleren Klassen. Ausserdem beteiligten sich viele Schüler an den zahlreichen, von dem Odenwaldklub veranstalteten Jugendwanderungen; darunter war ein zweitägiger Ausflug in den Spessart wührend der Weihnachtsferien. Regelmässige Spielnachmittage, unter Leitung von Lehrern der Anstalt wurden in der guten Jahreszeit für die Klassen VI- IIb abgehalten. An 5 Tagen im Sommer fiel der Unterricht von 11 Uhr vormittags an wegen der Hitze, an 2 Nachmit- tagen im Winter zum Besuch der Eisbahnen aus.

3. Prüfungen. Am 16. Februar 1909 fand unter dem Vorsitz des Herrn Geheimen Oberschulrates Nodnagel die ordentliche Reifeprüfung statt. Sämtliche 22 Oberprimaner bestanden. 14 waren von der mündlichen Prüfung befreit.(Die Namen siehe Seite IX.)