übernahm er(s. o.) vom 6. Januar 1903 an die Vertretung des beurlaubten Oberlehrers Prof. Dr. Anthes an unsrer Anstalt.
Durch Verfügung vom 11. September 1902 wurde dem Lehramtsaccessisten W. Kolb aus Giessen gestattet, den Rest seines ersten Vorbereitungsdienstjahres in dem pädagogischen Seminar zu Giessen zu erledigen.
Durch Verfügung von demselben Tage wurde dem Lehramtsassessor Karl Buxmann auf sein Nachsuchen gestattet, während des Wintersemesters an den Uebungen des päda- gogischen Seminars nochmals teilzunehmen.
6. Geschenke.
Die Bibliothek und die Sammlungen unsrer Anstalt sind in dem abgelaufenen Schul- jahr durch zahlreiche wertvolle Geschenke vermehrt worden von dem Grossherzoglichen Ministerium des Innern, Abt. für Schulangelegenheiten, mehreren Verlagshandlungen, Herrn Kaufmann Max Fulda, Herrn Dr. med. Clemm, Herrn Fabrikanten H. Wenck, den Abi- turierten der Schuljahre 1 901 02 u. 1902 03, dem Herrn Kollegen Ihne, den Schülern Wolf, O. (III b), Brauer(V); Melas(VI.).
Allen Gebern sprechen wir auch hier nochmals unsren herzlichen Dank aus.
Bekanntmachungen und Bitte.
Anmeldungen zum Eintritt in das Neue Gymnasium werden Freitag den 17. April I. J. vormittags von 9 Uhr an entgegengenommen.
Die aufzunehmenden Schüler haben einen amtlichen Geburtsschein mit unterstrichenem Rufnamen, einen Impfschein und ein Abgangszeugnis der seither besuchten Schule vorzulegen.
Das Schulgeld beträgt für die Klassen VI—IV 96 Mk., für die Klassen III b— Ia 108 Mk. jährlich. Jüngere Brüder von Schülern unserer Anstalt, mögen sie diese selbst, das Ludwig- Georgs-Gymnasium oder die Gymnasialvorschule besuchen, geniessen folgende Ermässigung: Der erste zahlt zwei Drittel, alle folgenden zahlen die Hälfte des Schulgeldes
Auswärtige Schüler bedürfen zur Wahl der Wohnung der Genehmigung des Direktors.
Der Unterricht beginnt Dienstag, den 21. April I. J. vormittags 8 Uhr.
An die Eltern unserer Schüler richten wir die ergebene Bitte, sich in allen Angelegen- heiten der Schule, in denen ihnen eine Aufklärung wünschenswert erscheint, vertrauensvoll an uns zu wenden. Der unterzeichnete Direktor weiss sich mit allen seinen Amtsgenossen in der Ueberzeugung einig, dass offene Aussprache zwischen Eltern und Lehrern für die Schüler nur von Vorteil sein kann. Doch nötigt uns die Erfahrung, darauf hinzuweisen, dass während ihrer Unterrichtszeit die Lehrer nicht zu sprechen sind. Wir empfehlen daher zur Vermeidung von Fehlgängen eintretenden Falles durch die Schüler vorher mündlich anfragen zu lassen, zu welcher Zeit Besuch empfangen werden kann. Der Direktor ist in der Regel zwischen 10 und 12 Uhr vormittags zu sprechen.
Die Grossherzogliche Direktion des Jeuen Gymnasiums.
Dr. Forbach.


