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Univerſität zu Berlin widmete er ſich von Oſtern 1860 bis Herbſt 1861 dem hiſtoriſchen Studium der rom. und germ., ſowie der alten Sprachen, der Geſchichte und Philoſophie und ſetzte alsdann zu Gießen beſonders ſeine philoſophiſchen Studien in der begonnenen Richtung fort. Oſtern 1863 beſtand er ſeine Facultätsprüfung, machte hierauf ſeinen Acceß an der Großherzoglichen Realſchule zu Darmſtadt und begab ſich Oſtern 1864 zu ſeiner weiteren Ausbildung nach Paris, wo er im Verlaufe des Sommerſemeſters Vor⸗ leſungen auf der Sorbonne ſowie am Collége de France hörte. Nach Darmſtadt zurück⸗ gekehrt, trat er im Juli 1864 als Vicar an der Realſchule ein und wirkte hierauf in gleicher Stellung an der Großherzoglichen techniſchen Schule als Lehrer der Geſchichte und deutſchen Sprache und Literatur von Herbſt 1864 bis Herbſt 1865, alsdann wurde er proviſoriſch an der Großherzoglichen Realſchule zu Darmſtadt verwandt, an welcher er durch Allerhöchſte Entſchließung vom 17. Januar 1867 ſeine definitive Anſtellung erhielt.— Von größeren wiſſenſchaftlichen Arbeiten wurde veröffentlicht eine grammatiſche Abhandlung über die Sprache des Rabelais in Herrigs Archiv für das Studium der neueren Sprache.“
Durch Decret Großherzoglicher Oberſtudien-Direction vom 25. November 1867 wurde der bisherige proviſoriſche Geſanglehrer Geyer ſeines Dienſtes entbunden und Cantor Völſing zum proviſoriſchen Geſanglehrer ernannt.
Durch hohe Verfügung vom 10. Februar 1868 wurde Dr. Reitz als Volontär zugelaſſen.
Durch Allerhöchſtes Decret vom 2. Juni 1868 wurde die Directorſtelle definitiv durch Th. Hofmann, der ſie ſeit dem 21. März 1867 proviſoriſch verwaltete, beſetzt.
Ebenſo wurde der bisherige proviſoriſche Lehrer an der Realſchule Dr. Diehl durch Allerhöchſtes Decret vom 5. Juni 1868 definitiv angeſtellt.
„Dr. Karl Diehl, geboren zu Darmſtadt, am 24. October 1837, beſuchte von Juli 1848 bis Oſtern 1853 die hieſige Real⸗ und 3 Jahre lang die höhere Gewerbſchule. Von Oſtern 1856 bis Herbſt 1859 widmete er ſich auf den Hochſchulen zu Gießen und Göttingen dem Studium der Mathematik und Naturwiſſenſchaften. Am 3. Auguſt 1859 beſtand er in Gießen die Prüfung für das höhere Lehrfach, erwarb auf Grund dieſes Examens am 8. Auguſt die philoſophiſche Doctorwürde und trat im October 1859 ſeinen Acceß an der Realſchule zu Gießen an. Nach deſſen Beendigung war er theils als Pri⸗ vatlehrer, theils an Inſtituten zu Groß⸗Gerau, Oſthofen und Darmſtadt thätig, bis ihm am 2. Mai 1866 die Ertheilung von Unterricht an hieſiger Realſchule geſtattet und er durch Decret hoher Behörde vom 6. Auguſt 1866 zum proviſoriſchen Lehrer an dieſer Anſtalt ernannt wurde.“
Durch Decret Großherzoglicher Oberſtudien⸗Direction vom 31. Auguſt 1868 wur⸗ den der Pfarramtscandidat Ludwig Treſſer aus Schlitz und der Gymnaſiallehramts⸗ candidat A. Friedrich aus Wertheim zu proviſoriſchen Lehrern an der Realſchule er⸗ nannt und werden mit dem Beginn des neuen Curſus ihren Dienſt antreten.


