Jahrgang 
1915
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Schulnachrichten.

J. Der Auterricht.

1. Vehandelter Lehrſtoff.

Die Unterrichtsſtoffe werden dem amtlichen Lehrplan für die Gymnaſien des Großherzogtums Heſſen (Darmſtadt 1893, Buchhandlung Großh. Staatsverlags) entſprechend behandelt. Wir teilen hier nur die Aufſatzthemata der oberſten Klaſſen und die Lektüre mit.

a) Auſſätze.

Die Schulaufſätze ſind mit* bezeichnet.

Ia 1. 1. Das Verhältnis des Menſchen zur Gottheit nach den drei Gedichten Goethes:Prometheus, Grenzen der Menſchheit undDas Göttliche. 2. Welches Bild entwirft Goethe inDichtung und Wahrheit vom Grafen Thoranc?

Ia 2. 1.* Mein künftiger Beruf. 2,* Wohl dem, der ſeiner Väter gerne gedenkt.

Ia 1 und la 2 vereinigt. 3.* Deutſchland und der Weltkrieg. 4. Georg und Karl im Götz von Berlichingen. 5.* Iſt der engliſche Grundſatz Right or wrong, my country! berechtigt? 6.* Ueber die Tapferkeit(Kritik der Ausführungen des Sokratas im 34. Kap. von Platons Protagoras). 7. Das Motto von Schillers Räubern: Quae medicamenta non sanant, ferrum sanat; quae ferrum non sanat, ignis sanat. 8. Prüfungs⸗Aufſatz: Worauf gründet ſich unſere Siegeszuverſicht?

Ib 1. 1. Der Menſch im Kampfe mit der Natur. 2.* Mit welchem Rechte ſagen die Korinther adᷣpn, réxrvyg dst ra eniνεꝓνν⁴νμενσ ναάεενν 3. Gedankengang von Klopſtocks Ode: Mein Vaterland.

Ib 2. 1*. Helden unſerer Zeit. 2.* Kritiſche Vorläufer der klaſſiſchen Dichtung. 3.* Bewährt die Geſchichte, was Klopſtock in ſeiner OdeMein Vaterland von den Deutſchen ſagt?

Ib 1 und Ib 2 vereinigt. 4. IIöxlenos naryo ndrον. 5.* Deutſchlands Befreiung nach Kleiſts Hermannsſchlacht. 6.* Hat Aridäus recht, wenn er von Philotas ſagt:O der wunderbaren Ver⸗ miſchung von Kind und Held! 7.* Welche Einwirkungen hat der gegenwärtige große Krieg auf das deutſche Volk in der Heimat? 8* Ein Bild altgriechiſchen Lebens nach dem Schild des Achilles.

IIa 1. 1. Unſer letzter Schulausflug. 2. Mythus, Sage und Märchen.

IIb 2. 1. Hermanns Jugend nach den 4 erſten Geſängen vonHermann und Dorothea. 2. Wie erkennt man Hermanns Neigung zu Dorothea? 3. Athene als Beſchützerin des Odyſſeus.

Ila 1 und IIa 2 vereinigt. 4. Warum verdient Hannibals Alpenübergang unſere Bewunderung? 5. Hagens Charakter in den Nibelungen. 6. Welche Umſtände verhalfen den Römern zum Sieg über Pyrrhus? 7.* Die Vaterlandsliebe Walthers v. d. Vogelweide nach ſeinen Gedichten. 8.* Die Lage Frankreichs nach dem Prolog von SchillersJungfrau.

Ilb. 1.* a) Die Entſtehung des preußiſch⸗deutſchen Zollvereins und ſeine Bedeutung. b) Schlegels Arion und Schillers Kraniche des Ibykus(Vergleich). 2. Gedankengang der 1. Rede Ciceros gegen Catilina. 3.* Die Wehrpflicht im deutſchen Reich und die Grundzüge der Heereseinteilung. 4.* Meine Eindrücke während der erſten Kriegswochen. 5.* Wie wird Tell zum Mörder Geßlers? 6.* Die doriſche Wanderung in Sage und Geſchichte. 7.* Wie hat Kleiſt das eigenmächtige Eingreifen des Prinzen von Homburg in die Schlacht bei Fehrbellin begründet? 8.* Welche Gedanken Kleiſts im Prinzen von Homburg können uns das Stück in der gegenwärtigen Lage wertvoll machen?