— 22—
Nidda, St. ev. Theologie. 5. Wilhelm Eger aus Darmstadt, St. ev. Theologie. 6. Rudolf Fendt aus Darmstadt, St. klass. Philologie. 7. Friedrich Giller aus Darmstadt, St. Jurisprudenz. 8. Heinrich Göring aus Darmstadt, St. Medizin. 9. Heinrich Hahn aus Darmstadt, St. Militär- dienst. 10. Ludwig Hein aus Darmstadt, St. ev. Theologie. 11. Ernst Höfeld aus Darmstadt, St. Medizin. 12.. Heinrich Jordan aus Darmstadt, St. Ingenieurfach. 13. Ludwig Klipstein aus Mönchbruch, St. Medizin. 14. Ernst Krug aus Darmstadt, St. Jurisprudenz. 15. Hugo Freiherr von Leonhardi aus Darmstadt, St. Jurisprudenz und Kameralwissenschaft. 16. Hans Maurer aus Darmstadt, St. Mathematik und Physik. 17. Ferdinand Noack aus Darmstadt, St. klass. Philologie und Geschichte. 18. Friedrich Osann aus Darmstadt, St. Medizin. 19. Theodor Ritsert aus Darmstadt, St. klass. Philologie. 20. Christoph Römer aus Darmstadt, St. ev. Theologie und Geschichte. 21. Karl Freiherr Schenck zu Schweinsberg, St. Militärdienst. 22. Friedrich Schmidt aus Darmstadt, St. klass. Philologie und Geschichte. 23. Arthur Müller von Stwolinski aus Darmstadt, St. Militärdienst. 24. Hermann Weichel aus Darmstadt, St. Medizin. 25. Wilhelm Weintraud aus Offenbach a. M., St. Medizin.—
Außerdem bestand die Prüfung ein Examinand, der nicht Schüler unserer Anstalt war: J. Philipp Bühler aus Schwegenheim, St. ev. Theologie.
Einen sehr begabten, praven und hoffnungsvollen Abiturienten, den Oberprimaner Luchoig Westerweller von Anthoni, entriß uns der Tod im Alter von 18 Jahren nach vierzehnwöchentlichem Lungenleiden am 16. März l. J. Eine tiefbewegte Trauerversammlung geleitete den Verstorbenen am 18. März zu seiner Ruhestätte. Die Mitschüler, mit denen er nach chrenvoll bestandener Reifeprüfung aus der Schule ins Leben zu treten gehofft, trugen die irdische Hülle des heim- gegangenen Freundes zum frühen Grabe.
6. Im Interesse der Förderung des leiblichen und geistigen Wohles der unsere Anstalt besuchenden Schüler können wir den Raum, der uns an dieser Stelle der Schulnachrichten noch geblieben ist, nicht besser verwenden, als wenn wir unserer Schulgeschichte die erfreuliche Thatsache einreihen, daß mehrere Arzte unserer Stadt, insbesondere Herr Geh. Obermedizinalrat Dr. Buæmann und Herr Dr. Kaufmann, im Verein mit mehreren Hunderten von Vätern unserer Schüler sich ernstlich haben angelegen sein lassen, in mehreren Beratungen und in einer an die Schulbehörde gerichteten Denkschrift auf viele Mißstände hinzuweisen, die unseren Schul- lokalen bezüglich der Pflege der Gesundheit und der Verwirklichung der Zwecke eines erfolg- reichen Unterrichts anhaften. Für die unserer Anstalt gewordene Unterstützung der Herren Arzte und der Eltern unserer Schüler sprechen wir unseren aufrichtigsten Dank aus. Mögen von allen, die berufen sind, der Großherzoglichen Regierung in der vorliegenden hochwichtigen Angelegenheit ihre Mitwirkung zu gewähren, die nachfolgenden Betrachtungen gedachter Denk- schrift als wohl begründet anerkannt werden.
«Unwillkürlich schweift unser Blick», sagt die Denkschrift,«von unserem armen Gymnasium hinüber zu seinen glücklicheren Schwesteranstalten, der technischen Hochschule und der Real- schule und weiter zu den städtischen Mittel- und Volksschulen mit ihren geräumigen, hellen und luftigen Gebäuden, ihren gut ventilierten und geheizten Lehrräumen, mit ihren schönen Vorhallen, Güngen und Treppenhäusern, ihren großen trockenen Höfen und ihren freundlichen Turnhallen. Ein Gefühl der Bitterkeit beschleicht uns, wenn wir mit der zweckmäſßigen, ebenso für die Gesundheitspflege wie für den Unterricht wohlbesorgten Ausstattung der
2*


