Jahrgang 
1859
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b. Naturkunde: Im Sommer: Belehrungen über das Pflanzenreich, insbeſondere Bekanntmachung mit unſeren Garten⸗ und Feldgewächſen. Im Winter: Das Wichtigſte aus der Naturlehre, dem Thier⸗ und Mineralreiche; wöchentl. 2 St. Meckel.

VI. Kunſtübungen.

a. Zeichnen.

I. und II. Kl. Schattirte Blumen, Thiere und Köpfe; wöchentlich 2 Stunden. Meckel. III. und IV. Kl. Zeichnen; wöchenlich 2 Stunden Prieſter. V. und VI. Kl. Zeichnen; wöchentlich 2 Stunden. Jung und Müller.

b. Schönſchreiben.

I. und V. Kl. Uebungen im Schönſchreiben; wöchentlich 1 Stunde. Prieſter. II. Kl, Uebungen im Schönſchreiben; wöchentlich 1 Stunde. Jung,

III. Kl. Desgleichen im Schönſchreiben; wöchentlich 1 Stunde. Meckel.

IV. Kl. Desgleichen im Schönſchreiben; wöchentlich 1 Stunde. Deußer.

VII. Induſtrieunterricht.

Die Mädchen: Wöchentlich 9 Stunden Unterricht in weiblichen Handarbeiten. Induſtrielehrerin Magdalene Rühl. Die Knaben: Anleitung im Strohflechten und Holzdrehen; wöchentlich 3 Stunden, Werkführer Johann Stehling.

VIII. Turnunterricht. Die Knaben turnten im Sommer wöchentlich 2 St. und im Winter, ſobald es das Wetter erlaubte. Prieſter.

C. Disciplin.

ſprech Fleiß und Betragen der Schüler waren den Erwartungen der Lehrer im Allgemeinen ent⸗ prechend.

D. Geſundheitszuſtand

Der Geſundheitszuſtand der Lehrer war im Laufe des Schuljahrs ſo erwünſcht, daß keine Störungen im Unterrichte dadurch eintraten. Daſſelbe gilt im Allgemeinen von den Zöglin⸗ gen der Anſtalt, und iſt hier nur zu erwähnen, daß ſeit einiger Zeit ein Zögling zuweilen von epileptiſchen Krämpfen befallen wird, die jedoch glücklicherweiſe immer ſchwächer werden.

Wilhelm Altenhof von Holzheim, der von ſeiner Geburt an körperlich ſtets leidend war, ſtarb noch vor dem Schluſſe des vorigen Schuljahres den 2. Mai, nachdem er 2 Jahre die Anſtalt beſucht hatte, und Chriſtian Naab von Naurod iſt in dem gegenwärtigen Schul⸗

jahre, nach den Herbſtferien, im väterlichen Hauſe geſtorben.

II. Geſchichte der Anſtalt.

Nach der am 11. Mai v. J. abgehaltenen öffentlichen Prüfung wurden von den 57 Zög⸗ lingen, welche das Inſtitut zählte, ſechs Knaben und vier Mädchen, drei als gut, zwei als ziemlich gut und fünf als gering befähigt, entlaſſen.