Jahrgang 
1859
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terpunktionsübungen; wöchentliche Extemporalien namentlich im Brief⸗ und Geſchäftsſtyl des gewöhnlichen Lebens; umfänglichere Ausarbeitungen im theilweiſen Anſchluß an den Lehr⸗ und Leſeſtoff mit mündlicher und ſchriftlicher Korrektur; Kontrole der Privatlektüre; wöchentlich 4 St. Hartmann.

1. Kl. wöchentlich 7 St. Das Wichtigſte aus der Satzlehre in mehr wiſſenſchaftlicher Behandlung; Interpunk⸗ tionslehre; überſichtliche Wiederholung der ganzen Grammatik; allgemeine Styllehre in Verbindung mit ſtyli⸗ ſtiſchen Analyſen; größere ſchriftliche Ausarbeitungen verſchiedener Art, im Beſondern auch Geſchäftsaufſätze aus dem Schul⸗- und Lehrerleben; Leſen und Erklären proſaiſcher und poetiſcher Stücke; kurſoriſches Leſen; Deklamationsübungen; Kontrole der Privatlektüre. 4 St. Kehrein.

Specielle Methodik des Sprachunterrichts in der Elementarſchule; praktiſche Uebungen in den verſchie⸗ denen Klaſſen der Stadtſchule. 3 St. wöchentlich. Hartmann.

3. Mathematik. (Frickhöffer, Gaſſer, Nagel, Stubba.) a. Arimethtik.

III. Kl. wöch. 3 St. Die Elemente der Zahl, die Zahlengeſetze; die Grundoperationen in ganzen und gebroche⸗ nen Zahlen rein und angewandt; die Decimalbruchrechnung; einfache und zuſammengeſetzte Regel-de-tri nach den verſchiedenen Löſungsarten mündlich und ſchriftlich.

II. Kl. wöch. 2 St. Wiederholung der einfachen und zuſammengeſetzten Regel-de-tri; einfache und zuſammenge⸗ ſetzte Zinsrechnung mit Einſchluß der Rabatt-, Termin⸗ und Zinſeszinsrechnung; Geſellſchafts⸗ und Mi⸗ ſchungsrechnung mit Zwei⸗, Drei⸗, Proportional⸗ und Kettenſatzlöſung mündlich und ſchriftlich, Quadrie⸗ ren, Kubieren, Quadrat⸗ und Kubikwurzelausziehen.

I. Kl. wöch. 4 St. Wiederholung des Wurzelausziehens; die Grundrechnungsarten mit allgemeinen Zahlzeichen; die Lehre von den entgegengeſetzten Größen; einfache und quadratiſche Gleichungen mit einer und mehreren Unbekannten; kurze Wiederholung des in den drei Seminarklaſſen behandelteu Unterrichtsſtoffes.

Anleitung zur methodiſchen Ertheilung des elementaren Rechenunterrichts und Praxis in den 4 Klaſſen der Stadtſchule, wobei die verſchiedenen Theile der Grundoperationen in ganzen und gebrochenen Zahlen, ſowie das bürgerliche Rechnen in ſeinem ganzen Umfange Berückſichtigung fand. Zirvas.

b. Geometrie.

III. Kl. wöch. 2 St. Feſtſtellung der mathematiſchen Grundbegriffe, geſtützt auf die Entſtehung; Gruppierung und Beſchreibung der Raumgrößen durch Wort und Form; Ausmeſſung der Linien, Winkel, Flächen und Körper mit vorzugsweiſer Beachtung der mathematiſchen Formeln. Beweisfuͤhrend die Lehre von den Winkeln, Pa⸗ rallellinien und den Dreiecken bis zur Form⸗ und Flächengleichheit der Figuren.

IlI. Kl. wöch. 2 St. Die ebene Geometrie beweisführend und berechnend mit Einſchluß der Kreislehre und Um⸗ wandlung der Figuren. Fortſetzung der ſtereometriſchen Berechnungen incl. der Kugel mit Berückſichtigung der durch Formeln begründeten raſcheſten Löſung.

I. Kl. wöch. 2 St. Aehnlichkeit der Figuren mit Anwendung derſelben auf die Beſtimmung der Entfernungen zu⸗ gänglicher und nicht zugänglicher Punkte. Fortſetzung der ſtereometriſchen Berechnungen und Formenentwick⸗ lungen, mit Bevorzugung der Löſungsfälle durch Wurzelrechnungen und Gleichungen. Wiederholung des in den 3 Klaſſen behandelten geometriſchen Unterrichtsſtoffes. Praxis in der oberen Knabenſchule. Zirvas.

4. Muſik. a. Harmonielehre.

II. wöch. 1 St. Intervallenlehre; die Lehre von den Dreiklängen, ihren Lagen und Verwechslungen; der Septi⸗ menakkord mit ſeinen Umkehrungen und ſeiner Auflöſung; Anwendung der genommenen Akkorde in Harmo⸗ nieenverbindungen und im Choralſatz nach beziffertem Baſſe.

I. Kl. wöch. 1 St. Vollendung der Akkordenlehre; die Lehre von den Verwandtſchaften der Tonarten und den Mo⸗ dulationen; das Allgemeine aus der Lehre von den Kadenzen; Choralbearbeitungen in enger und zerſtreuter Harmonie. Unterweiſungen über Einrichtung und Gebrauch der Orgel. Meiſter.