I. Geſchichte der Anſtalt wäbrend des Schuliahres 1833/54.
Nach der am 12. Ma v. J. abgehaltenen öffentlichen Prüfung wurden fünf Zoͤglinge, vier Knaben und ein Mädchen, entlaſſen und ein Knabe aus Coblenz verließ freiwillig die Anſtalt.—
4 Im Laufe des Sommers wurden eilf taubſtumme Kinder, acht Knaben und drei Mädchen, in die Anſtalt aufgenommen, von welchen jedoch ein Knabe wegen völligen Blödſinns nach einigen Wochen wieder aus dem Inſtitut entfernt werden mußte. Die Geſammtzahl der Zöglinge betrug ſomit 59, nämlich 31 Knaben und 28 Mädchen, von welchen 4 Knaben und 1 Mädchen dem Auslande angehören. 29 Zöglinge bekennen ſich zur katholiſchen, 28 zur evangeliſch⸗chriſtlichen und 2 Mädchen zur moſaiſchen Religion.—
Am 18. Juni 1853 wurde das Stiftungsfeſt des Inſtituts und am 24. Juli das Geburtsfeſt Seiner Haheſt des Herzogs von den Lehrern und Zöglingen ber Anfhalt gefeiert.
Im verfloſſenen Sommer machten zwei Lehrer der Anſtalt, Prieſter und Jung, mit den Zöglingen der 1. Klaſſe eine ſechstägige Reiſe von Camberg über Niederſelters, Limburg, Diez, Schaumburg, Geilnau, Holzappel, Naſſau, Ems, Coblenz, rheinaufwärts bis St. Goarshauſen, ſodann landeinwärts über Miehlen, Holzhauſen und die Michelbacher Hütte wieder zurück. Dieſe Reiſe bot den Kin⸗ dern außer dem Geographiſchen und Landſchaftlichen viel Intereſſantes und Be⸗ lehrendes dar. In Niederſelters wurde ihnen der berühmte Sauerbrunnen, das Füllen, Verſtopfen, Verbinden, Verpichen der Krüge und das Verladen derſelben
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