Jahrgang 
1904
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15. Keiſer, Heinrich, Steinau 5. Block, Adolf

16. Kratz, Ferdinand 6. Fabian, Otto

17. Meier, Siegfried, Ober⸗Mockſtadt 7. Fuchs, Johannes, Zellhauſen

18. Rapp, Heinrich 8. Güngerich, Otto, Oppernhauſen

19. Roth, Heinrich, Aulendiebach 9. Hörhold, Ludwig

20. Schmidt, Walter 10. Metz, Otto, Haingründau

21. Wolkewitz, Walter, Dauernheim 11. Michel, Eduard, Gelnhauſen e 12. Moſel, Otto, Stockheim

Sexta. 13. Oehl, Ernſt, Nidda

1. Bähr, Karl, Rohrbach 14. Schnabel, Friedrich, e a

2. Bähr, Guſtav, Rohrbach 15. Sellheim, Karl, Lißberg

3. Bähr, Wilhelm, Herrenhaager Hof 16. Spitznagel, Heinrich, Wolf

4. Brack, Karl, Altenſtadt a 17. Weil, Karl

Zur Geſchichte der Anſtalt.

Durch Allerhöchſtes Dekret vom 30. März 1903 wurde der proviſoriſche Lehrer an unſerer Anſtalt Udo Kraft zum Oberlehrer ernannt.

Udo Kraft, geboren am 29. November 1870 zu Gießen, beſuchte das dortige Gymnaſium und ſtudierte ebendort Geſchichte,

Geographie, Deutſch und Latein. Nachdem er Oſtern 1896 die Staatsprüfung beſtanden hatte, genügte er ſeiner Militär⸗

pflicht, trat im Herbſt 1897 ſeinen Akzeß am Gymnaſium zu Gießen an und wurde vom Herbſt 1898 an an der höheren

Bürgerſchule zu Langen verwandt. Von April 1899 bis Herbſt 1902 war er in Buenos⸗Aires(Argentinien) und auf

Reiſen in Nordamerika und wurde dann als proviſoriſcher Lehrer hier verwandt.

Oberlehrer Dr. Volp war vom 26. Juni bis 8. Juli zu einer militäriſchen Übung eingezogen, Oberlehrer Kraft vom 30. Juli bis 24. September(in dieſe Zeit fielen die Herbſtferien). Prof. Dr. Dingeldein nahm vom 20. bis 24. Oktober an den Sitzungen der Landes⸗Synode teil. Die Vertretung übernahmen in allen drei Fällen die Kollegen.

Anläßlich des Geburtstages Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs wurde dem Oberlehrer Prof. Kölſch das Ritterkreuz l. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen verliehen.

Der Geſundheitszuſtand war bei den Lehrern in dieſem Jahre weſentlich beſſer als im vorigen und auch bei den Schülern von einzelnen Fällen abgeſehen gut.

Die vorgeſchriebenen Ausflüge wurden gemacht, ſoweit es die in dieſem Jahre oft ungünſtige Witterung zuließ. Der Spielplatz, auf dem auf Koſten der Jubiläumsſtiftung von 1901 zwei Tennisplätze angelegt worden ſind, wurde von den Schülern im Sommer zum Spielen und im Winter zum Eislauf eifrig benutzt.

Die Schulfeiern fanden in herkömmlicher Weiſe ſtatt. Die Feſtrede hielt am 24. November vor Kollegium und Schülern Prof. Kölſch, am 26. Januar in öffentlicher Feier der Direktor.

Am 1. Dezember beſuchte Herr Geh. Oberſchulrat Nodnagel unſere Anſtalt und wohnte dem Unterricht in verſchiedenen Klaſſen bei.

Die Schülerbibliothek, die bisher allen Klaſſen gemeinſam war, wurde geteilt und jeder Klaſſe eine aus⸗ reichende Zahl Bücher überwieſen. Die Verwaltung haben die Klaſſenführer übernommen.

Die Unterrichtsſtunden im Engliſchen beſuchten in der oberen Abteilung 3, in der unteren 4 Schüler, im Hebräiſchen in der oberen Abteilung 2, in der unteren 1 Schüler. Am wahlfreien Unterricht im Zeichnen