IV. Gewerbliche Fortbildungsschule.
In den Lehrkörper trat ein: Ingenieur Mauzg Krauf, städt. Bauinspektor.
Professor A. Sobola wurde krankheitshalber suppliert. Der Leiter Gym- nasialdirektor Sofe. Witek war im Monate März krankheitshalber beurlaubt und wurde durch Professor Karl Hofbauer, welcher zugleich Mitglied der Ge- werbeschulkommission ist, vertreten.
Die Anstalt bestand aus zwei Jahrgängen in zusammen fünf Abtei- lungen. Die I. Klasse A und die II. Klasse A wurden von Lehrlingen der Kunstgewerbe, die I. Klasse B und die II. Klasse B von Lehrlingen der Bau- und mechanischen Gewerbe, die I. Klasse C von Lehrlingen gemischter Richtung besucht. Die Lehrlinge der I. Klasse C wurden beim Aufsteigen je nach ihrem Gewerbe der II. Klasse A oder der II. Klasse B zugewiesen. In der I. Klasse wurde der Unterricht in allen 3 Abteilungen in 9, in der II. Klasse A in 8, in der II. Klasse B in 9 wöchentlichen Unterrichtsstunden erteilt. Das Schuljahr bestand aus 7 Monaten u. zw. vom 15. September 1904 bis 15. April 1905. Der Schulbesuch war für die Lehrlinge obligat. Die Anstalt war im ganzen von 190 Lehrlingen besucht, von welchen 175 bis zum Ende des Schuljahres verblieben. Von letzteren besuchten die I. Klasse A 36, die I. Klasse B 35, die I. Klasse C 30, die II. Klasse A 34, die II. klasse B 40. Das Lehrziel erreichten 132, d. i. 76%; beim Unterrichte anwesend waren durchschnittlich 84% der jeweilig eingeschriebenen Schüler. Das sittliche Verhalten war im allgemeinen zufriedenstellend, bei 8 Lehr- lingen minder entsprechend.
Freitag, den 14. April 1905, wurde das Schuljahr feierlich geschlossen.
Ein detaillierter Bericht über die gewerbliche Fortbildungsschule ist in dem von der Gewerbeschulkommission in Baden herausgegebenen, alle Ge- werbeschulen des politischen Bezirkes Baden umfassenden Berichte enthalten


