Jahrgang 
1939
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leben dürfen, aber auch auf die Verantwortung, die die Jugend ſchon jetzt trage, insbeſondere aber in Zukunft zu übernehmen habe. Der weitere Anterricht fiel aus.

Das Einholen der Flagge vor den Herbſtferien geſchah am Mittwoch, dem 5. Oktober, nach der 4. Stunde. Den Fahnenſpruch ſprach Studienrat Mühlfeld.

Die Flaggenhiſſung nach den Herbſtferien erfolgte am Montag, dem 24. Oktober, vor Be⸗ ginn des Anterrichts. Den Fahnenſpruch ſprach Studienrat Dr. Walter.

Die 15. Wiederkehr des 9. Novembers 1923 begingen wir mit feierlicher Fahnen⸗ hiſſung. Den Fahnenſpruch ſprach Studienrat Natale. In einer Anſprache wies der Direktor auf das Blutopfer der 16 Helden hin und auf ihr verpflichtendes Vorbild für die Jugend.

Anläßlich desTages der deutſchen Hausmuſik am 15. November hatte die Schule die Schulgemeinde und Freunde zu einem Muſikfeſt eingeladen. In großer Anzahl waren die Eltern und Angehörigen unſerer Schüler erſchienen, ſodaß die geräumige Turn⸗ halle bis auf den letzten Platz beſetzt war. Nach einem Eröffnungsmarſch ſprach der Direktor über den Sinn des Feſtes, das einen Einblick gebe in die laufend geleiſtete Bildungs⸗ und Erziehungsarbeit in der Schule und Zeugnis ablege von der innigen Verbundenheit von Schule und Elternhaus. Im Mittelpunkt der Rede ſtand die völkiſche Erziehungsaufgabe der Muſik. Mit dem Appell an die Schüler, ein Inſtrument zu erlernen, ſchloß die Rede. Die Vortragsfolge brachte volkstümliche, klaſſiſche und romantiſche Muſik. Anter Leitung des Reallehrers Stumpf gaben die Schüler auf den verſchiedenen muſikaliſchen Gebieten Proben ihres Könnens. Aus dem Verkauf von Programmen wurden 91.60 RM. erlöſt, die für das Orcheſter verwendet wurden.(Vgl. Preſſebericht imMittelrheiniſchen Anzeiger, in derRhein⸗ und Nahe⸗Zeitung und imNationalblatt vom 17. 11. 38).

Das Einholen der Flagge vor den Weihnachtsferien fand am Donnerstag, dem 22. De⸗ zember 1938, zum Schluß der 5. Stunde ſtatt. Den Fahnenſpruch ſprach St.⸗Aſſ. Dr. Buggiſch.

Die Flaggenhiſſung nach den Weihnachtsferien erfolgte am Montag, dem 9. Januar, vor Beginn des Anterrichts. In ſeiner Anſprache gedachte der Direktor der großen Bege⸗ benheiten des vergangenen Jahres und forderte die Jugend zur reſtloſen Einſatbereitſchaft im neuen Jahre auf. Den Fahnenſpruch ſprach Studienrat Bayer.

Am Tage der nationalen Erhebung, am 30. Januar, verſammelte ſich die Schule zu einer erhebenden Feierſtunde. Sie galt zunächſt dem Gedenken an den 30. Januar 1933. Vorträge von Gedichten und Darbietungen des Orcheſters, eine Gedenkrede von St.⸗Aſſ. Zimmermann und die Nundfunkanſprache von Reichsminiſter Dr. Goebbels gaben dem erſten Teil der Feier einen würdigen Inhalt. Sodann überreichte, wie an anderer Stelle bereits erwähnt, der Direktor 13 Amtsgenoſſen das Treudienſt⸗Ehrenzeichen für 25jährige Dienſtzeit. In einer Anſprache betonte und würdigte er das Schaffen und die Verdienſte dieſer Erzieher, die ſeit 25 und mehr Jahren im Dienſte für Volk und Staat ſtehen. Er dankte ihnen für ihren Einſatz und ihre treue Arbeit. Gleichzeitig ſprach er ihnen ſeine auf⸗ richtigen Wünſche für ihr weiteres Wirken aus und gab der Hoffnung Ausdruck, es möge ihnen noch lange vergönnt ſein, an den der deutſchen Schule geſtellten Aufgaben mitzuarbeiten für Volk, Reich und Führer. Das Siegheil, das er ausbrachte, war Dank und Gelöbnis zugleich.

Zum erſten Mal beging Großdeutſchland am 1. März 1939 denTag der Luftwaffe zur Erinnerung an den 1. März 1935, den Tag, an dem die neu erſtandene Luftwaffe in Erſcheinung trat und der Führer Hermann Göring zu ihrem Oberbefehlshaber ernannte. über den Rundfunk ſprach um 9 Ahr der Generalfeldmarſchall zu ſeinen Truppen und zum geſamten deutſchen Volk über die Bedeutung der Luftwaffe zum Schutze des Reiches und zur Sicherung des Friedens. Wir hörten geſchloſſen dieſe Rundfunkübertragung. In einer Schlußanſprache gedachte der Direktor der Kriegsleiſtungen des Feldmarſchalls ſowie des Ausbaus der Luftwaffe und der erfreulichen Tatſache, daß unſere Schule alljährlich der Truppe

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