Jahrgang 
1939
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damit einen Schulappell zu verbinden. Dabei wurde ſehr oft Gelegenheit genommen, bedeut⸗ ſame Zeitereigniſſe, bemerkenswerte Jahrestage aus der unterrichtlichen Behandlung hervorzu⸗ heben und für alle Schüler wichtige Fragen vor der Geſamtheit zur Sprache zu bringen. Im folgenden geben wir einen Uberblicküber die Geſtaltung unſerer Morgen⸗ feier, ohne hier in der Wiedergabe Vollſtändigkeit erzielen zu wollen.

Bei der Morgenfeier am 30. April gedachte der Direktor der 11 Geiſeln, die am 30. April 1919 von kommuniſtiſcher Hand in München ermordet wurden, und erinnerte an den 1. Mai in früheren Jahren, wo er ein Tag des Klaſſenkampfes und Haſſes geweſen, während er jetzt zu einem Tag der nationalen Arbeit und Volksgemeinſchaft geworden iſt; ſodann wies er auf den bevorſtehenden Italienbeſuch des Führers hin und würdigte ſeine Bedeutung.

Beim Morgenappell am 4. Mai nahm der Direktor wiederum Bezug auf den Führer⸗ beſuch in Italien, er betonte die uralten Beziehungen zwiſchen den beiden Völkern und die wechſelvollen, teilweiſe tiefeinſchneidenden geſchichtlichen Ereigniſſe bis in die jüngſte Zeit hinein, hob die Bedeutung der Achſe Rom-Berlin hervor und wies auf den triumphalen Empfang hin, der unſerem Führer in Italien zuteil wurde.

Am 6. Mai erinnerte der Direktor anläßlich der Fachbuchwerbung an die Bedeu⸗ tung des deutſchen Buches, insbeſondere des Fachbuches, und forderte die Schüler auf, von den unterſten Klaſſen an auf die Anlage einer guten Hausbücherei bedacht zu ſein.

Am 7. Mai ſprach der Direktor ſeine Anerkennung aus über die bisherige eifrige Be⸗ teiligung an der Altmaterialſammlung und gedachte ferner der Geburtstage zweier führender Männer, die in der letzten Zeit begangen wurden, des Stellvertreters des Führers, Rudolf Heß, und des Führers der Sudetendeutſchen, KConrad Henlein.

Am 11. Mai gedachte der Direktor der Rückkehr des Führers von ſeinem ſo glänzend verlaufenen Italienbeſuch und wies auf die Bedeutung hin, die die Freundſchaft der beiden großen Nationen für die Erhaltung des Weltfriedens habe; er erinnerte ferner an die dem⸗ nächſt ſtattfindende Sammlung für das Jugendherbergswerk ſowie an die Altmaterial⸗ ſammlung und an die Fachbuchwerbung.

Am 25. Mai gedachte Studienrat Dr. Walter der 16. Wiederkehr des Todestages Albert Leo Schlageters, der, verurteilt durch den tyranniſchen Machtſpruch eines unrechtmäßigen Gerichts, unter franzöſiſchen Kugeln ſein junges Leben laſſen mußte. Das Kreuz auf der Golz⸗ heimer Heide wird der deutſchen Jugend allezeit Mahnmal bleiben, den hervorragenden Tugen⸗ den nachzuſtreben, die Albert Leo Schlageter, den erſten Soldaten des Dritten Reiches, aus⸗ zeichneten. Nach ſeinem Vorbild ſoll ſie eingedenk ſein der unvergeßlichen Schillerworte:Und ſetzet ihr nicht das Leben ein,/ Nie wird euch das Leben gewonnen ſein. Das war der Mor⸗ genſpruch für den Gedenktag des deutſchen Helden. Der GeſangO Deutſchland, hoch in Ehren! beſchloß die Feierſtunde.

Bei der Morgenfeier am 9. Juni, dem erſten Schultag nach den Pfingſtferien, brachte der Direktor den Schmerz der Schule zum Ausdruck über das tragiſche Ableben des Schülers Hermann Pöker, Klaſſe 7a, der beim Baden im Rhein ertrank; daran knüpfte er die Warnung vor dem Baden im offenen Strom. Ferner machte er die Mitteilung, daß Stu⸗ dienaſſeſſor Natale zum Studienrat an der Oberſchule für Jungen in Bingen am Rhein ernannt worden ſei. Er erinnerte auch an die für den 11. Juni für die Oberklaſſen feſtgeſetzte Altmaterialienſammlung, mahnte zu anſtändigem Verhalten der Schüler auf der Straße und in der Eiſenbahn, ferner an die Grußpflicht gegenüber Politiſchen Leitern. Sodann ermunterte er noch zu der Beteiligung an dem Wettbewerb, den der NSLB. für Arbeiten aus dem Gebiet des Schullandheimaufenthalts veranſtaltete.

Am 18. Mai betonte der Direktor den Wert des Schulſparens, insbeſondere auch im Hinblick auf den kommenden Schullandheimaufenthalt, ferner wies er im Rahmen der Reichsluftſchutzwoche auf die Mitarbeit der Jugend hin und forderte zum Beitritt in

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